Nachmittag der offenen Tür bei Wümme-Aller-Werkstätten Rotenburg-Verden

Möbelhunde und Drosseln

Hier wird Schiefersplitt für Dachdrainagen abgefüllt. - Foto: nie

Verden - Zu einem „Nachmittag der Offenen Tür“ hatten die Wümme-Aller-Werkstätten Rotenburg-Verden am Dienstag in die Werkstatt nach Verden-Dauelsen eingeladen. Die Arbeitsbereiche der Werkstatt waren für die Besucher geöffnet und für interessierte Eltern wie für künftige Beschäftigte gab es wichtige und umfangreiche Informationen über den Berufsbildungsbereich.

Rollbretter – Möbelhunde genannt – zusammensetzen für einen Betrieb in Harsefeld, Drosseln konfigurieren für ein Verdener Industrieunternehmen oder Schiefersplitt in Tüten verpacken für einen in Achim ansässigen Betrieb: Nur drei Beispiele, wo überall Produkte zu finden sind, die ihren Weg zunächst durch die Werkstatt für behinderte Menschen in Verden-Dauelsen genommen haben. „Wir üben umfangreiche Tätigkeiten in den Bereichen Metall, Holz, Elektro, Gartenbau, Floristik, Gastronomie, Dienstleistungen oder Hauswirtschaft aus“, so Werkstattleiterin Jutta Jensch-Brandt, für die am Informationstag aber weniger die Werkstätten als der Berufsbildungsbereich der Einrichtung im Fokus der Veranstaltung stand.

Neben dem Arbeitsbereich mit über 400 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung an verschiedenen Standorten in Verden und Rotenburg sind auch die Angebote im Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe Rotenburg-Verden, die annähernd 50 Teilnehmern berufliche Bildung und Qualifikation bieten, ebenso breit aufgestellt. „Das Ende der Schulzeit und der Start ins Berufsleben ist schließlich auch für Menschen mit Behinderung ein enormer Schritt“, sagte Jensch-Brandt. Welche Arbeit möchte ich machen? Woran habe ich Spaß, wofür habe ich Talent? Der Berufsbildungsbereich der Aller-Wümme-Werkstätten versuche, Menschen mit Behinderung aus der Region die Möglichkeit zu geben, richtungsweisende Antworten auf diese Fragen und einen Platz in der Arbeitswelt zu finden.

Nachmittag der offenen Tür in den Wümme-Aller-Werkstätten

Der Berufsbildungsbereich starte mit dem Testverfahren, um zu klären, ob die Wümme-Aller-Werkstätten überhaupt die geeignete Einrichtung sei, die eine Eingliederung ins Arbeitsleben ermöglichen könne. In dieser dreimonatigen Orientierungsphase werde außerdem geprüft, ob danach eine Beschäftigung in den Arbeitsbereichen der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen sei. Jensch-Brandt: „Der Berufsbildungsbereich hat zum Ziel, die Menschen so in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit individuell zu fördern, dass es ihnen möglich wird, einer für sie geeigneten Tätigkeit in der Werkstatt oder sogar auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachzugehen.“ - nie

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