Modellregionen-Wettbewerb

Stadt Verden zieht Reißleine: Inzidenz bei 173,2

Fachwerkhäuser in der Sonne.
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Die Hoffnung der Gastronomie auf Außen-Öffnung währte nur kurz. Die Stadt Verden zieht sich aus dem niedersächsischen Wettbewerb zurück.

Verden – Wegen der deutlich gestiegenen Inzidenz beendet die Stadt Verden ihre Bewerbung als Modellkommune. Das erklärte Bürgermeister Lutz Brockmann gestern in einer Pressemitteilung. In interner Runde war die Teilnahme an der niedersächsischen Initiative am Montagabend noch einmal abgewogen worden. Die Entscheidung fällt nicht überraschend aus. Die Stadt Verden ist damit die zweite Kommune aus dem Landkreis Verden, die sich aus dem Wettbewerb verabschiedet.

Schon in der Vorwoche hatte sich wie berichtet die Stadt Achim zu einem solchen Schritt durchgerungen.

Zum Zeitpunkt der ersten Bewerbung als Modellkommune lagen die Inzidenzwerte des Landkreises Verden noch bei rund 70 Fällen pro 100.000 Einwohner, erklärte Brockmann weiter. Seither seien sie drastisch gestiegen auf aktuell über 120. Für das Stadtgebiet Verden liegen die Zahlen sogar noch weit darüber. Am Montag wurde nach Angaben der Kreisverwaltung ein Wert von rund 190 notiert, am gestrigen Dienstag waren es noch 173,2. Die Allerstadt entwickelte sich damit sogar zum Hotspot in der Region. Zum Vergleich: Für Achim meldete die Kreisverwaltung gestern auf Nachfrage eine Inzidenz von 115,9.

Aufgrund der Entwicklung sei das Kreisgebiet jedenfalls als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Und die Höhe der Inzidenzwerte sei das maßgebliche Kriterium für die Entscheidung des Landes, wer Modellkommune werde. Die Erfolgsaussichten für eine Verdener Bewerbung sänken also deutlich, so die Einschätzung im Rathaus. Und das „trotz der guten Bewerbungsunterlagen“.

Um zügig Klarheit zu schaffen und keine falschen Hoffnungen zu wecken, habe die Stadtverwaltung die Bewerbung für das zweite Auswahlverfahren daher zurückgenommen.

Bürgermeister Lutz Brockmann: „Es ist schade insbesondere für unsere Gastronomiebetriebe, die vielleicht einen kleinen Hoffnungsschimmer gesehen haben. Aber es ist gerade in der aktuellen Zeit wichtig, rechtzeitig und klar zu kommunizieren. Nur so können Unsicherheit, Doppelplanungen und ein kostspieliges Hochfahren der Betriebe rechtzeitig verhindert werden.“

In Anbetracht der hohen Fallzahlen in der Stadt Verden gebe es keine Chance auf einen Modellversuch, bedauere er, so Brockmann. Er bitte dennoch, das Angebot der wöchentlichen Bürgertestung umfassend anzunehmen. „Mit den Schnelltests werden symptomfreie Corona-Infektionen erkannt und das Unterbrechen von Infektionsketten senkt die Fallzahlen.“ Das wöchentliche Testen sei eine weitere wirksame und wichtige Maßnahme zur erfolgreichen Bekämpfung der Pandemie.

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