Impfkampagne geht weiter

Corona-Zentrum am Verdener Kreishaus schließt: Mobile Eingreiftruppe übernimmt

Ein älterer Herr erhält eine Auffrischungsimpfung in einem Seniorenheim.
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Auffrischungsimpfungen in Seniorenheimen werden zu den ersten Aufgaben der mobilen Teams gehören.

Verden – Wenn am Monatsende die Lichter im Verdener Impfzentrum ausgehen, ist die Arbeit noch nicht erledigt. Von der Herdenimmunität mit einer Impfquote von mindestens 85 Prozent der Bevölkerung ist der Landkreis mit einem Anteil von etwa 60 Prozent vollständig geimpfter Einwohner noch ein gutes Stück entfernt. Dass sich das ändert, sollen hauptsächlich die niedergelassenen Ärzte richten. Zusätzlich sollen Teams als mobile Eingreiftruppen, so plant der Landkreis, künftig besondere Bevölkerungsgruppen in Einrichtungen aufsuchen und mit dem Piks versorgen.

Etwa ein Viertel der Oberarme im Landkreis müsste noch den Piks bekommen, damit die Herdenimmunität erreicht wird, die einen allgemeinen Schutz bringen soll. Unterdessen beginnt der Impfschutz bei älteren Mitbürgern mit nicht mehr so aktivem Immunsystem nach und nach zu schwinden. Mit einer Drittimpfung soll das aufgebessert werden, und diese Vakzingaben plant das Gesundheitsamt ab Mitte Oktober. „Wann genau mit den Auffrischungsimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen begonnen wird, hängt von der weiteren Organisation des Landes insbesondere hinsichtlich der Impfstoffbelieferung ab“, erläutert Ulf Neumann, Pressesprecher des Landkreises.

Auch dieses System werde auf neue Füße gestellt. Bislang waren die Impfstoffe vom Bund über das Land an die Impfzentren in den Landkreisen verteilt worden. Gerade am Anfang war das eine Mangelverwaltung, weil die Vakzine nicht in ausreichender Menge vorlagen oder noch nicht zugelassen waren. Die impfenden Arztpraxen werden schon von den Apotheken beliefert, seitdem sie in die Impfkampagne eingestiegen sind. Mit dem Auslaufen der stationären Impfungen in den Zentren wird es die Lieferungen nur noch über den Apothekengroßhandel geben.

Kein außergewöhnliches Ereignis von landesweiter Tragweite mehr

„Mit dem Ende dieses Monats gehen wir nun in eine neue Phase über: Der Löwenanteil der Schutzimpfungen gegen Covid-19 wird ab Oktober vom Regelsystem der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, den Krankenhäusern und den betriebsärztlichen Diensten getragen.“ Das hatte die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Daniela Behrens, vor wenigen Tagen in einer Pressemitteilung angekündigt. Die Umstellung gehe damit einher, dass das Land die „Feststellung des außergewöhnlichen Ereignisses von landesweiter Tragweite in akutem Bedarf einer Corona-Massenimpfung“ aufgehoben hat, erklärt Ulf Neumann.

Ab Oktober werde der Landkreis also, wie in der Bundes- und Landesplanung vorgesehen, nicht mehr sein stationäres Impfzentrum für die Impfkampagne nutzen. Mobile Impfteams werde es aber weiter geben, die für den öffentlichen Gesundheitsschutz, also künftig für das Gesundheitsamt arbeiten. Eine Art Notfallversorgung sollen sie sein, berichtet Neumann. Nach Aussage des Ministeriums in Hannover sollen die mobilen Teams einspringen, „wenn der Impfbedarf nicht allein von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Betriebsärztinnen/-ärzten sichergestellt werden kann“.

Schutz für Schüler, Azubis und Studierende

Sie sollen auch die Auffrischungen in den Senioreneinrichtungen vornehmen. Hinzu kommen Einsätze zum Schutz besonderer Gruppen wie Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende, berichtet Neumann, sowie Gruppen, die bislang mit der Impfkampagne noch nicht vollständig erreicht worden seien.

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Zwei Teams, so hat das Land es vorgesehen, sollen diese Aufgabe erfüllen. Zeit haben sie zunächst mal bis zum 31. März dafür. Das Land habe aber die Möglichkeit gelassen, die Laufzeit bis zum Ende nächsten Jahres zu verlängern.

Auch Krankenhäuser impfen mit

Neuerdings sollen auch die Krankenhäuser in die Impfkampagne eingebunden werden. Auch das ändert sich mit dem Monatswechsel. Das habe der Bund mit ihnen vereinbart, teilte der Pressesprecher des Ministeriums von Daniela Behrens, Oliver Grimm, mit. Immer ist damit die Hoffnung verbunden, dass so die Impfquote doch noch weiter steigen könnte. Entscheidend, so die Ministerin, sei nicht die Struktur, in der geimpft wird, sondern die Impfbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger.

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