Waldkindergarten in Verden / Für Umwelt sensibilisieren / Noch Plätze frei

Mitten in der freien Natur

Glücklich im Grünen: die Kinder des Waldkigas mit ihren Betreuerinnen Indra Siedschlag und Jana Thiele (hi.v.l.). ·
+
Glücklich im Grünen: die Kinder des Waldkigas mit ihren Betreuerinnen Indra Siedschlag und Jana Thiele (hi.v.l.).

Verden - Von Markus Wienken. Eine Nacktschnecke bahnt sich ihren Weg durchs Laub, ein Weberknecht krabbelt mit flinken Beinen über einen Baumstamm: „Das ist doch eine Spinne“, weiß es die dreijährige Lotta besser. Wer täglich im Wald unterwegs ist, der kennt sich eben ganz genau aus.

Es ist schon ein kleines Idyll, was sich im Verdener Stadtwald entwickelt. Abseits der Wege haben acht Kinder des Waldkindergartens der Lebenshilfe mit ihren beiden Betreuerinnen ihre Zelte aufgeschlagen und lernen mitten in der freien Natur eben diese kennen und lieben. „Es macht schon Spaß zu beobachten, wie sich die Kleinen hier austoben können und wie sie voller Neugier durch die Umgebung laufen“, so Erzieherin Indra Siedschlag. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Jana Thiele kümmert sie sich um die jungen Trolle.

Und denen scheint es gut zu bekommen. Gegen Nässe und Kälte gut geschützt, toben sie durchs Unterholz oder basteln am eigenen Spielplatz. Eine kleine Wippe gibt es schon. „Ein quer liegender Baumstamm, ein langer Ast, fertig“, so die kurze Gebrauchsanweisung. Und: Ob Kletterbäume, Sandkuhlen oder kleinere Hügel, der Spielplatz ist riesengroß.

Der kleine Felix zählt langsam bis zehn. Schleunigst schlagen sich seine Gefährten in die Büsche, wo er sie binnen kurzem in ihren Verstecken aufspürt. Wenig später rührt Nuri ganz entspannt in einem Topf eine „Laubsuppe“ an. Alva kümmert sich um ihre Schnecke, die sie tags zuvor eingefangen hat. Das Kriechtier tut ihr leid: „Soll ich es wieder ‘raus lassen?“ Allgemeine Zustimmung aus der Runde. Das Tier bekommt seine Freiheit wieder. Die Kinder jubeln.

Doch auch für Ruhe ist gesorgt. In gemütlicher Runde können die Kinder unter einem Zeltdach auf ihren Baumstümpfen Platz nehmen und ihre kleinen und großen Schätze präsentieren. „Wir haben Ferngläser, Lupen und Bücher, so dass wir mit den Kleinen Tiere und Pflanzen genau bestimmen können“, erklärt Indra Siedschlag.

Der kindlich-spielerische Umgang mitten in der Natur, da sind sich die Erzieherinnen sicher, werde sich auszahlen. „Die Wurzeln für einen sensiblen Umgang mit unserer Umwelt werden damit früh gelegt“, so die Erfahrung von Indra Siedschlag.

Aber auch der „normale“ Kita-Alltag kommt nicht zu kurz. „Wir fördern und fordern nach dem Niedersächsischen Orientierungsplan“, erklärt die Pädagogin. Und so finden sich im Kita-Zelt mitten im Wald viele Stifte, bunte Puzzleteilchen oder Brettspiele. Und wenn es regnet und stürmt? „Dann ziehen wir uns auf die Stadtwaldfarm in unsere Hütte zurück“, lacht Indra Siedschlag.

Der Waldkindergarten hat noch einige Plätze frei. Betreut werden Kinder zwischen drei und sechs Jahren, Montag bis Freitag, von 8 bis 13 Uhr. Nach dem Morgenkreis gibt es Frühstück. Treffpunkt ist an der Stadtwaldfarm. Weitere Infos bei Indra Siedschlag, Telefon 0152 / 56751683.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Türen bei Eco-Care den ganzen Dienstag verriegelt

Türen bei Eco-Care den ganzen Dienstag verriegelt

Türen bei Eco-Care den ganzen Dienstag verriegelt
Kreuzung in Hönisch wird umgerüstet: Grüner Pfeil als Hoffnungsträger

Kreuzung in Hönisch wird umgerüstet: Grüner Pfeil als Hoffnungsträger

Kreuzung in Hönisch wird umgerüstet: Grüner Pfeil als Hoffnungsträger
Wieder Mangel an Impfstoff

Wieder Mangel an Impfstoff

Wieder Mangel an Impfstoff
Strenge Kontrollen beim Weihnachtsmarkt in Etelsen

Strenge Kontrollen beim Weihnachtsmarkt in Etelsen

Strenge Kontrollen beim Weihnachtsmarkt in Etelsen

Kommentare