Vereine und Einrichtungen suchen mit Fachleuten in einem Workshop nach individuellen Lösungen

Mittel und Wege gegen Barrieren in Verden

Eine Frau im Rollstuhl blickt eine Treppe hinunter.
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Bei der Suche nach individuellen Lösungen für die speziellen Probleme soll der Workshop helfen.

Manchmal scheint Barrierefreiheit mit der Lösung von der Stange nicht machbar. Der Altbau oder besondere Umstände stehen dagegen. Die städtische Fachstelle Inklusion will dennoch zur Lösung verhelfen. In einem Workshop mit individueller Beratung.

Verden – „Das ist das Schönste, das passieren kann“, freut sich Sepideh Heydarpur. Das Teammitglied der Fachstelle am Holzmarkt sieht gerne, wie ihre Arbeit zunimmt. Und gleichzeitig wächst das Interesse in der Stadt. In Sachen Inklusion, so berichtet sie, wenden sich mittlerweile auch Vereine oder Einrichtungen an sie und die Nachfrage nach den Angeboten wächst. Auch das Engagement für den Abbau von Barrieren im Stadtgebiet.

Großes Interesse an leichter Sprache

„Das Seminar über leichte Sprache mussten wir dreimal anbieten, damit alle Interessierten mitmachen konnten“, gibt Heydarpur ein Beispiel. Und wenn jetzt Anfang Oktober Crash-Kurse in Gebärdensprache angeboten werden, ist die Idee nicht in den Büroräumen der Koordinierungsstelle Inklusion, Integration und Prävention, zu der die Fachstelle gehört, entstanden. „Da sind Sportvereine auf uns zugekommen, die ihre Angebote gern für Gehörlose öffnen wollen“, berichtet Heydarpur. Ein Ziel, das die Mitarbeiterin der Fachstelle am Holzmarkt nur unterstützen kann und will. Und so wird es am 1. und am 4. Oktober für die Interessierten Crashkurse für den Einstieg in die Deutsche Gebärdensprache geben.

Aktuell bereitet die Fachstelle einen Workshop vor, für den Sepideh Heydarpur und ihre Kollegin Annika Märklein, die unter anderem das Projekt „Inklusiv VERbunden“ betreut, ein großes Interesse erwarten. „Viele Vereine, aber auch Einrichtungen und Firmen sind in Räumlichkeiten untergebracht, die nicht für ihre Bedürfnisse gebaut wurden“, erklärt sie. Wenn aber nun einmal die Barrieren beseitigt werden sollen, die Menschen den Zugang und die Teilnahme behindern, scheinen Lösungen oftmals schwierig oder unmöglich.

Fachleute arbeiten an Lösungen für die speziellen Probleme

Für diese Vereine oder Einrichtungen ist der Workshop „Barrierefreiheit einfach steigern!“ gedacht. Das Besondere an dem zudem noch kostenlosen Angebot ist, dass die Interessenten mit den Referenten und Fachleuten nach Lösungen für ihre speziellen Gegebenheiten suchen. Es müssen ja nicht nur die Behinderungen für Leute sein, die nicht gut zu Fuß sind. „Da kann es auch digitale, sprachliche oder andere Barrieren geben“, sagt Märklein.

Als Partner hat die Koordininierungsstelle das Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen grauwert gefunden. Die Hamburger Fachleute haben dort unter anderem die Bürgerschaft bei der Entwicklung einer Strategie unterstützt, wie sich durch kleine und große Veränderungen die Zugänglichkeit des Rathauses verbessern lässt. Aber auch für kleine und mittlere Unternehmen hat grauwert schon Konzepte erarbeitet.

Mit Unterstützung des EU-geförderten Projekts „Inklusiv VERbunden“ können im Rahmen des Angebots die Verdener Interessenten die Sachkenntnis und die Erfahrungen nutzen. Dabei gehe es nicht nur um Konzepte für bauliche Barrieren, auch für die digitalen oder sprachlichen Hindernisse werde nach Lösungen gesucht.

„Nach der Anmeldung stellen wir die Verbindung zu grauwert her“, erklärt Annika Märklein. Die Interessenten würden dann mit den Fachleuten die individuellen Probleme abklären, und dann nach Lösungen suchen. Um erste Handlungsschritte werde es dann beim Online-Workshop am Dienstag, 12. Oktober, gehen.

Koordinierungsstelle hilft bei der weiteren Umsetzung

Damit sei nicht etwa Schluss und die Vereine, Organisationen und Träger müssten dann alles weitere selbst angehen. Die Koordinierungsstelle könne auch bei der weiteren Umsetzung helfen, nicht zuletzt mit den Möglichkeiten, die der Europäische Sozialfonds (ESF) im Projekt „Inklusiv VERbunden“ bietet.

Von Ronald Klee

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