Workshop auf dem Rittergut Hönisch mit Gerd Voß und dem Gospelchor Verden

Mitreißend und bewegend

Teilnehmer Hassan überraschte mit seiner Breakdance-Einlage. - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Alle, die schon immer wissen wollten, wie es sich anfühlt, Gospel zu singen, hatten auf dem Ritterut Hönisch reichlich Gelegenheit, dieses einmal auszuprobieren. In Kooperation mit der evangelischen Gemeindemusikschule ConTakte hatte Gerd Voß, Leiter des Gospelchors Verden, zu einem Workshop eingeladen.

Gemeinsam mit dem Chor und einer Band übte Voß einen Nachmittag lang verschiedene Lieder mit den Teilnehmern ein. Höhepunkt des Workshops war dann die Celebration am Abend, bei der der Gospel gemeinsam gefeiert wurde.

„Gospel will mitreißen, tief bewegen und ermutigen. Das wollen wir miteinander erleben“, sagte Gerd Voß. Ein strammes Programm hatte sich der Chorleiter für diesen Workshop vorgenommen. Immerhin elf Songs wurden in wenigen Stunden einstudiert. „Ich habe sie fertig gemacht“, sagte Voß augenzwinkernd.

Doch bei der Celebration waren keine Ermüdungserscheinungen sichtbar. „Habt ihr noch Lust?“, fragte der Chorleiter zu Beginn, was mit einem vielstimmigen „Ja“ beantwortet wurde. „Wir feiern den Gospel, feiern die Musik, Gott ist in unserer Mitte“, sagte Voß und lud auch die Gäste, die am Abend zum Zuhören gekommen waren ein, kräftig mitzusingen. Das war kein Problem, denn der Text wurde für alle gut sichtbar an die Wand projiziert.

Schon beim ersten Song „Sing Hallelujah to the Lord“, der dann schwungvoll in „Sing Hallelujah“ von Dr. Alban überging, war die Begeisterung der Sängerinnen und Sänger zu spüren. Voß schaffte es wirklich, dass der Funke bei allen übersprang.

Eine unerwartete Showeinlage gab es bei „Shackles“. Workshopteilnehmer Hassan aus dem Iran entpuppte sich als akrobatischer Breakdancer. Seinen Kurzauftritt würdigten alle mit begeistertem Jubel und Applaus.

Viele Gospelklassiker wurden an diesem Abend mit Hingabe gesungen: „You are holy“, „Jesus is the Rock“, oder „Joshua fit the Battle of Jericho“, um nur einige zu nennen. Bei „I open my Mouth to the Lord“, einem kraftvollen Marchingstück, forderte Voß seinen Chor auf, dem Gesang durch „Marschieren“ noch mehr Ausdruck zu verleihen. Mehrstimmig und mit viel Gefühl erklang die Hymne an die Liebe „Give me Love in my Life“.

Zwischendurch gab es bei einem Solo-Auftritt des Gospelchors eine kleine Verschnaufpause für die Neulinge. Bei Titeln wie „My Desire“, „Was uns bleibt“ oder „How great is our God“ zeigte der Chor seine ganze Leidenschaft für den Gospel.

Beim weiteren Singen gab es dann auch fremdländische Klänge, wie beim afrikanischen „Bayeti“ oder der brasilianischen Samba „Mas que nada“, die Voss gekonnt mit dem Gospel „Your Love is beautiful“ kombiniert hatte. Aus den Gesichtern vieler Teilnehmer war abzulesen, dass sie an diesem Abend nicht zum letzten Mal Gospel gesungen haben.   J ahk

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