Kritik an Versorger swb

Nabu Verden: Sorgloser Bremer Wasserverbrauch lässt Grundwasser in Verden sinken

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Wasserzähler

Landkreis - Mit Erstaunen hat der Nabu-Kreisverband Verden nach eigener Darstellung das Statement des Pressesprechers des Energieversorgers swb in Bremen zur Kenntnis genommen, dass im Zuge der Diskussion um die Folgen der diesjährigen Trockenheit die Bremer Bürger das Verbraucherverhalten nicht ändern müssten: „Sparsam beim Wasserbrauch müssten die Menschen in Bremen bisher nicht sein.“

Dieser Satz verärgere jeden Umweltschützer und sage unter anderem aus, dass dem Wasserversorger swb die Folgen der täglichen Trinkwasserförderung der Fördergebiete Verden, Syke und Wildeshausen entweder nicht bewusst oder völlig egal seien, so Nabu-Sprecher Rolf Göbbert.

30 Prozent des Bremer Trinkwassers stammten aus Verden. Dort sei in dem unmittelbaren Fördergebiet der Grundwasserspiegel bereits um über 9,50 Meter gesunken. Aber auch in der Peripherie, sprich in den Gemeinden Kirchlinteln und Langwedel, hätten die gesunkenen Wasserstände viele Gewässer austrocknen lassen und Biotoptypen wie Sumpfdotterblumenwiesen zerstört.

Leider tauchten die Kosten dieser Naturschäden in keiner Rechnung auf, so dass insbesondere die Bremer mit dem kostbaren Gut Wasser weiter verschwenderisch umgehen könnten, ohne innovative Entwicklungen zur Trinkwassereinsparung zu fördern, betont der Nabu. 

Trinkwasserförderung hat negative Folgen

Erst wenn der Preis für Trinkwasser drastisch steige, sei der Verbraucher bereit zu sparen. Obwohl die Folgen der Trinkwasserförderung am Panzenberg lange bekannt seien, sei mit einem Mitgefühl der Konsumenten nicht zu rechnen.

Dass die Auswirkungen der aktuellen Trockenheit bei den Bremern nicht zu spüren seien, liege insbesondere daran, dass das Trinkwasser in einer entsprechenden Tiefe gefördert werde. Aktuelle Probleme an der Oberfläche machten sich in diesen Tiefen erst nach Jahrzehnten bemerkbar, äußert sich der Nabu-Kreisverband Verden in seinem Pressebericht.

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