Baustart voraussichtlich in zwei Jahren

1,1 Millionen aus Berlin für dritte Stufe des Verdener Allerparks

Skizze des kommenden Aller-Parks.
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Mit Schiffsanleger, Stufen am Fluss und dem Konzertplatz ist der dritte Abschnitt des Allerparks geplant. Grafik: Stadt Verden

Verden – Breite Stufen hinunter zum Fluss, Schiffsanleger, ein Platz für Konzerte und andere Veranstaltungen direkt am Wasser. Seit gestern steht fest, das letzte und publikumswirksamste Stück des Allerparks ist nicht nur grob geplant, er ist sogar fast schon bezahlt. „Die Stadt Verden erhält vom Bund mehr als 1,1 Millionen Euro für die Verwirklichung des dritten Bauabschnitts, also mehr als 90 Prozent der gesamten Investitionssumme“, erklären der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Lars Brennecke in einer Pressemitteilung.

Im Rathaus löste die Nachricht Erleichterung aus. „Ein großes Geschenk für die Stadt Verden“, sagte Bürgermeister Lutz Brockmann auf Nachfrage, „ein Glücksfall“. Als nächstes werde jetzt eine Bürgerbeteiligung auf den Weg gebracht, es würden detaillierte Pläne geschmiedet, am Ende sei dann lediglich ein Beschluss des Stadtrates erforderlich.

Noch liegt an dieser Stelle die Straße Am Allerufer sowie der ehemalige hintere Kaufhallenparkplatz. Bis die Bagger anrollen und die Innenstadt quasi an den Fluss legen, so Brockmann, dürften noch knapp zwei Jahre vergehen. Die Fertigstellung sei für das Frühjahr 2024 vorgesehen.

In seiner Funktion als Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestages sei er, Mattfeldt, Mitinitiator des bundesweiten 300-Millionen-Euro-Programms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel (Energie- und Klimafonds)“. Der Abgeordnete: „Ich freue mich sehr darüber, dass ich dieses hervorragende Verdener Klimaprojekt in unser eigentlich völlig überzeichnetes Förderprogramm aufnehmen konnte.“ Begrüßt wird die Maßnahme auch vom SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil sowie dem SPD-Kandidaten für den Wahlkreis Verden/Osterholz, Michael Harjes. „Diese Maßnahmen tragen zur CO2-Reduzierung, der Erhöhung der Biodiversität, dem Wassermanagement und der Verbesserung vorhandener sowie der Schaffung neuer Grün- und Freiflächen zum Klimaschutz bei“, so Klingbeil.

Vorgesehen sei laut Mattfeldt und Brennecke der Rückbau von etwa 7500 Quadratmetern Parkplatz und Straßenraum im Bereich der Straßen Am Allerufer/Blumenwisch, um anschließend den Alleruferpark um 150 Meter auf diese Flächen auszudehnen. Die Kreisstadt und ihre Bürgerinnen und Bürger würden damit näher an eine persönlich erlebbare Aller gebracht. „In einer an vielen Stellen eng bebauten Innenstadt entsteht eine fußläufige Möglichkeit, direkt über Stufen an die Aller zu gelangen“, loben die Beteiligten.

Die massive Unterstützung des Bundes für dieses Projekt helfe nicht nur bei der Modellierung des weitläufigen Geländes, so Mattfeldt, sondern auch bei der Schaffung von Retentionsflächen, in die sich die Aller bei Hochwasser gezielt ausbreiten könne ohne Schäden anzurichten. Hier solle eine naturnahe Gestaltung mit Wiesen, Einzelbäumen sowie unterschiedlichen Verweilelementen für die Naherholung umgesetzt werden, die sich nicht nur nahtlos in das Verdener Klimaschutzkonzept einfüge, sondern auch den Anforderungen und Zielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie des Bundesprogramms „Blaues Band“ entspreche. kra

„90 Prozent der Baukosten als Zuschuss aus Berlin“: Lars Brennecke (l.) und Andreas Mattfeldt vor Ort.

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