Mehrheit für Vorlage der Verwaltung

Gebühr für Kita bleibt unverändert

+
Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Die Gebühren für die Kindertagesstätten in Verden bleiben unverändert. Die Stadtverwaltung hatte es so in der Sitzung im Rathaus am Donnerstagabend vorgeschlagen. Im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales hoben dafür mehrheitlich die Vertreter von SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Hand. CDU und FDP stimmten hingegen für eine Anhebung der Elternbeiträge und stimmten gegen die Vorlage.

Hans-Jürgen Bohling, Fachbereichsleiter Bildung und Kultur, musste weit zurückblättern: „Die Kita-Gebühren wurden zuletzt im Jahr 2004 angepasst“, wurde er fündig. Und Bohling rechnete weiter. Für den Zeitraum stehe einem Anstieg der Lebenshaltungskosten von 17 Prozent eine Lohnerhöhung von zirka 22 Prozent gegenüber. „Die Erhöhung variiert aber in den verschiedenen Einkommensgruppen sowohl nach unten als auch nach oben“, so Bohling. Sein Fazit: „Da die Löhne in einem Zeitraum von über zehn Jahren gegenüber den Lebenshaltungskosten nur geringfügig gestiegen sind und sowohl Land und Landkreis ihre Zuschüsse erhöhen, sollte es zur Zeit keine Gebührenerhöhung geben.“

Beispielhaft hatte Bohling dennoch eine Anhebung der Beiträge von bis zu 4,8 Prozent durchgerechnet. Sie würden der Stadt Mehreinnahmen von zirka 35000 Euro bringen.

Die Betreuung der Kinder lässt sich die Stadt Verden mit insgesamt 6,7 Millionen Euro pro Jahr ordentlich was kosten. Etwa 100 Angestellte kümmern sich um Kita und Krippe, fast überall gibt es eine dritte Kraft pro Gruppe, gesetzlich vorgeschrieben sind nur zwei. „Qualitativ und quantitativ hat sich in dem Bereich in den vergangenen Jahren sehr viel zum Positiven getan, eine Erhöhung der Gebühren wäre gerechtfertigt“, forderte Jürgen Weidemann für die FDP. „Ein dreiköpfiger Haushalt, der 4200 Euro zu Verfügung hat, kann zehn Euro Erhöhung verkraften“ betonte er. Gesine Ahlers (Grüne) lobte Verden hingegen als eine familienfreundliche Stadt. „Unser langfristiges Ziel ist eine kostenlose Betreuung.“ Gunda Schmidtke (SPD) konnte ihr da folgen: „Eine Gebührenanhebung zu Lasten der Eltern würde uns angesichts der sowieso hohen Ausgaben vergleichsweise wenig bringen. Daher sollten wir es im Sinne der Familien lassen.“ Das wiederum erboste Sven Sottorff (CDU). „In anderen Bereichen knapsen wir, da sind 35000 Euro viel Geld, die wir gut gebrauchen können.“

Eine Mehrheit für den FDP-Antrag, die Gebühren zum 1. August 2016 zu erhöhen, gab es im Ausschuss nicht. Weidemann zeigte sich enttäuscht, zumal in einer vorangegangenen Sitzung ganz andere Signale gesendet worden seien. „Da hat sich die SPD noch für eine Erhöhung ausgesprochen. Das steht sogar im Protokoll.“ Jutta Sodys (SPD) rechtfertigte hingegen ihre Entscheidung: „Für mich war das nur ein Prüfauftrag.“

mw

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

„Lenna” im Kurpark

„Lenna” im Kurpark

Meistgelesene Artikel

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Der brennende Mönch zündet in Verden

Der brennende Mönch zündet in Verden

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Kommentare