Bessere Versorgung bei Veranstaltungen

Domplatz in Verden: Mehr Strom und Wasser

Der Domplatz in Verden.
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Viel Raum und mit beeindruckender Kulisse: Der Domplatz in Verden.

Eine beeindruckende Kulisse, Mauern, die Geschichte atmen, der Domplatz in Verden ist wie gemacht für Veranstaltungen. Passiert auch immer wieder, doch es hapert an der notwendigen Versorgung mit Strom und Wasser. Es herrscht Kabel- und Leitungssalat. Da soll geholfen werden...

Verden – Der mächtige Dom, ihm gegenüber die St. Andreaskirche, dazu schmucke Häuser und alte Bäume, ein Rahmen wie gemalt, so sieht es auf und um den Domplatz in Verden aus. Eine malerische Kulisse, gemacht für Festspiele, Konzerte und noch mehr Kultur. Genau dahin soll es gehen. Allerdings fehlt es der Kulisse an Infrastruktur. Zu wenig Strom- und Wasseranschlüsse. Die Stadt würde gerne nachrüsten und dafür Geld in die Hand nehmen. „Circa 70 000 Euro  könnten dafür aus einem Fördertopf fließen“, so Patrick Düsselbach vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung.

Festspiele und Konzerte, es mangelt auf dem Verdener Domplatz an Anschlüsen für Strom und Wasser

Egal, ob größere oder kleinere Veranstaltungen, wenn im Schatten des Doms eine Bühne steht, dann ist Logistik gefragt. Licht, Instrumente, Mikrofon, all’ das braucht Strom. Dazu kommen, wenn’s größer wird, Zelte mit Theken für Getränke und Kühlschränken für Speisen. Und was ist, wenn die Gäste auf die Toilette wollen? Ohne Wasser läuft da nichts. Gibt es alles auf dem Domplatz, allerdings nur in einmaliger Ausführung. „Ein Stromkasten, versteckt in der Ecke des Doms, ein Hydrant, ebenfalls am Rande des Platzes“, weiß Düsselbach. „Viel zu wenig für einen geordneten Ablauf.“

Ein Stromkasten in der Ecke vor dem Verdener Dom

Klein und etwas abseits: Der Stromverteilerkasten auf dem Domplatz.

Was Düsselbach meint, ist unübersehbar, wenn sich denn der Vorhang zu Domfestspielen oder Jazz- und Blues-Tage öffnet. Dicke Kabel, Rohre, zwar mit System, aber eben doch alles kreuz und quer über den Platz verteilt. Alles nimmt seinen Anfang, weil nicht anders möglich, bei den beiden einzigen Versorgungsstationen, muss über Wege und Flächen da hin, wo es gebraucht wird. Wo Kabel oder Rohre die Wege kreuzen, wird vielfach mit großem Aufwand ummantelt oder zugedeckt. Eine Stolperfalle, insbesondere für ältere Menschen, bleibt dennoch.

Stolperfallen auf dem Verdener Domplatz, wo Kabel und Rohre liegen

Halb so groß wie ein Fußballfeld, unterteilt durch Wege in vier Quadrate, bietet der Domplatz viele Möglichkeiten, es besser zu machen. „Eine wäre, jeweils in die einzelnen Quadrate Versorgungssäulen für Strom und Wasser zu setzen“, so Düsselbach. Leitungen und Rohre über Wege würden dann der Vergangenheit angehören. Stromkästen oder Hydranten, die die Optik des Platzes stören könnten, auch das ließe sich vermeiden. „Alles kommt in die Erde“, kann sich Düsselbach vorstellen.

Stromkästen oder Hydranten, die die Optik des Platzes stören, kommen in die Erde

Derzeit noch Zukunftsmusik, stieß die Idee im Aussschuss für Sicherheit und Ordnung durchaus auf Zustimmung. Mit ins Boot will Düsselbach bei Vorgesprächen noch die umliegenden Vertreter der Kirchen holen, zumal der Domplatz ursprünglich mal Friedhof war. „Wenn gegraben wird, müssten wir dementsprechend sensibel vorgehen“, sagt Düsselbach. Auch die Vereine, darunter vor allem Domfestspiele und Jazz- und Bluestage, die den Platz regelmäßig für Veranstaltungen nutzen, müssten in die Terminpläne eingebunden werden.

Domplatz war mal ein Friedhof: Wo gegraben wird, sensibel vorgehen

Circa 70 000 Euro dürfte die Überarbeitung des Platzes kosten. Eine Investition, die sicherlich noch mehr Veranstaltungen in den Schatten des Doms holen würde. „Kommt hinzu, dass es in Zeiten der Pandemie verstärkt Freiluft-Veranstaltungen geben dürfte“, so Düsselbach. Beworben hat sich die Stadt um Fördermittel aus dem Landestopf „Perspektive Innenstadt“. Bislang hatte die Verwaltung bei der Einwerbung öffentlicher Gelder ein glückliches Händchen. Klappt es erneut, könnte sie mit 90 Prozent der Bausumme rechnen.

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