Annika Meinecke ist die neue Gleichstellungsbeauftragte in Verden

Mehr Sensibilität ist gefordert

Die neue Gleichstellungsbeauftragte Annika Meinecke mit Bürgermeister Lutz Brockmann gestern im Rathaus. - Foto: Schumacher

Verden - Sie war an einer deutschen Schule in Australien, in der Kommunalberatung sowie im Bildungsbereich tätig und arbeitet freiberuflich im Bereich Inklusion. Seit dem 4. Mai hat Annika Meinecke jedoch eine neue Haupttätigkeit: Sie ist die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Verden.

Die 36-Jährige kommt gebürtig aus Zeven, ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von sechs Monaten und sechs Jahren. Aktuell lebt sie in Wilstedt in der Samtgemeinde Tarmstedt. Bevor sie sich auf dem Dorf niederließ, lebte sie unter anderem in Australien, München, Köln und Bonn. Doch die ländliche Region sei für das Familienleben einfach besser, da es nicht so viele Regeln wie in der Stadt gebe, so die 36-Jährige.

Zunächst hat Meinecke Deutsch, Politik und Erziehungswissenschaften auf Lehramt studiert, aber irgendwann wurde ihr klar, dass sie möglicherweise gar nicht die nötige Geduld habe, um eine gute Lehrerin zu sein. Nachdem sie die ausgeschriebene Stelle der Stadt Verden gesehen hatte, bewarb sie sich direkt um das Amt. Und das mit Erfolg. Bürgermeister Lutz Brockmann ist froh, die zweifache Mutter für die Stadt gewonnen zu haben: „Ihre Lebenserfahtrung wird ihr in dem Beruf sehr nützlich sein.“

Die Gleichstellungsbeauftragte für Männer und Frauen wird ab sofort hauptsächlich in der Stadtverwaltung anzutreffen sein. Dort sichtet Annika Meinecke zum Beispiel Bewerbungen. Doch natürlich spielt sich ihr Job nicht nur in der Verwaltung ab, sondern in der gesamten Stadt Verden. Die 36-Jährige wird ganz genau hinschauen, wo es Hürden und Probleme zu bewältigen gibt. Auch das Flüchtlingsthema spiele dabei eine zentrale Rolle, da es in einer bunten Welt immer schwieriger werde, gleiche Chancen und Voraussetzungen für alle zu schaffen. Erstmal wird Annika Meinecke Kontakte knüpfen, sich ein Bild machen, dementsprechend erste Ansatzpunkte für ihre künftige Arbeit in der Stadt aufgreifen und aktiv werden.

Lutz Brockmann betonte, dass es in der heutigen, schnelllebigen Zeit immer schwieriger werde, Frauen und Männern gleichsam gerecht zu werden. In vielen Köpfen herrsche ein veraltetes Modell, das Männer auf der Arbeit und Frauen am Herd sieht, so der Bürgermeiser. Mehr Sensibilität jedes Einzelnen sei nötig, damit alle auf dem gleichen Level sein können. Das Gesetz des Landes Niedersachsen sieht übrigens vor, dass die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten mit einer Frau besetzt werden muss.

Annika Meinecke ist montags bis freitags unter der Telefonnummer 04231/12432 oder per Email an annika.meinecke@stadverden.de zu erreichen. Jeder, der zum Thema etwas auf dem Herzen hat, kann auch nach Absprache einen persönlichen Termin vereinbaren. - mas

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