Erstmals Sandboden im Stadion verlegt

Mehr Grip für die Springpferde

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Die Springreiter werden in diesem Jahr in Verden nicht auf Gras, sondern auf Sand an den Start gehen. 

Verden - Von Jürgen Honebein. Beim internationalen Dressur- und Springfestival vom 3. bis 7. August in Verden wird die Kirchlintelner Firma Bohlmann nicht nur, wie schon seit vielen Jahren, für den Boden der Dressurvierecke und Abreiteplätze verantwortlich sein. Sondern erstmals wurde jetzt schon im Stadion ein Sandboden für die Springreiter verlegt. Dass es jedoch zwischen Viereck und Parcours durchaus Unterschiede gibt und was den neuen Boden ausmacht, erklärt in einem Interview Geschäftsführerin Anja Bohlmann:

Die Springreiter werden in diesem Jahr in Verden nicht auf Gras, sondern auf Sand an den Start gehen. Das wird jetzt schon in der kommenden Woche bei den Landesmeisterschaften der Fall sein. Was zeichnet den neuen Boden aus ?

Anja Bohlmann: „Im Stadion wird ein Boden aus einem Faser-Sand-Gemisch aufgebracht. Die Zusammensetzung dieser Mischung bestimmt die Elastizität des Bodens. Dressurvierecke müssen mehr federn, sind elastischer. Die spezielle Springmischung für den Verdener Parcours sorgt für eine hohe Bereitbarkeit, der Boden ist härter, die Pferde haben mehr Grip.“

Was sind die Vorteile gegenüber Gras?

Bohlmann: „Sandböden sind langlebiger und in der Pflege günstiger. Außerdem ist die Pflege während des Turniers einfacher. Man fährt mit dem Bahnplaner nach den Prüfungen über den Platz und alles ist wieder in Ordnung. Unebenheiten und Löcher sind verschwunden und Pferden und Reitern bieten sich wieder optimale Bedingungen. Und natürlich ist man unabhängig vom Wetter. Es gibt auch keine Grasnarbe, die nach langen Regenschauern aufgeweicht und kaputt ist. Man kann als Veranstalter also eine hohe Standhaftigkeit garantieren und damit auch einen perfekten Turnierablauf sicher stellen.“

Wieso spielt die Qualität des Bodens im Reitsport überhaupt so eine große Rolle?

Bohlmann: „Weil er für die Leistungen von Pferd und Reiter mitentscheidend ist. Im Parcours müssen die Pferde vor dem Hindernis die richtige Energie für den Absprung entwickeln und bei der Landung geht es darum, optimal aufzukommen, um gleich flüssig weitergaloppieren zu können. Ist der Boden zu tief, kostet das Energie und Kraft. Zudem brauchen die Pferde einen guten Halt, um sich sicher zu fühlen. Das heißt, sie dürfen nicht ausrutschen und stolpern. Das würde auch ein zu hohes Verletzungsrisiko in sich bergen. Nur bei optimalen Bodenverhältnissen sind Bestleistungen möglich.“

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