Bei der Agentur für Arbeit

14 Betriebe aus dem Landkreis stellen sich bei Handwerker-Börse vor

+
André Deimer, Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, hat auf dem Barber-Stuhl Platz genommen und lässt sich von Ezime Bas mit dem Faden die Augenbrauen kürzen und von Enes Celik mit einer winzigen Flamme die Ohrhaare entfernen. Beide sind Azubis im ersten Lehrjahr und im wahrsten Sinne des Wortes „Feuer & Flamme“ für ihren Beruf.

Verden - Im Berufsinformationszentrum in Verden, kurz BIZ, konnten sich die Besucher gestern erstmals ihrer unerwünschten Gesichtshaare nach türkischer Art entledigen. Und zwar von Ezine Bas und Enes Celik, zwei angehenden Profis vom Achimer Frisiersalon „Coiffeur Simon Papazoglu & Sohn“, der sich auf der Handwerker-Börse mit 13 weiteren Betrieben aus unterschiedlichen Branchen präsentierte.

„Handwerk hat goldenen Boden.“ Ein altes Sprichwort, das immer noch aktuell ist. Denn im Handwerk zeichnen sich klare berufliche Perspektiven ab, wo an anderer Stelle die Zukunft nach Ausbildung oder Studium oftmals eher unbestimmt ist. Was das Handwerk an Möglichkeiten und Perspektiven zu bieten hat, wurde daher auf der von Agentur für Arbeit Verden in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser und der Arbeit im Landkreis Verden (ALV) unter Schirmherrschaft des Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt vorgestellt.

„Egal, welche Interessen und Fähigkeiten man hat, im Handwerk findet man einen Beruf, der passt“, so der Tenor der Grußworte von Andreas Mattfeldt, Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur in den Landkreisen Diepholz, Nienburg und Verden, Ante Tobias Brekenfeld, Justitiar der Kreishandwerkerschaft Verden-Osterholz und Peter Schneider vom Geschäftsbereich Vermittlung und Beratung und Arbeitgeberservice der ALV.

Auch die Zukunftsperspektiven im Handwerk wurden als ausgezeichnet beschrieben, ebenso die Verdienstmöglichkeiten und Fortbildungsangebote, die nach Abschluss der Ausbildung weitere Wege eröffneten.

Gutes Geld zu verdienen

„Heutzutage ist Handwerk eine wahnsinnig gute Nummer, in der man auch gutes Geld verdienen kann“, sagte Mattfeldt, der auf die eigene handwerkliche Ausbildung und Vergangenheit verwies. „Das Handwerk gehört in den Blick gerückt, die meisten Betriebe haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt“, sagte er weiter.

Beim gemeinsamen Rundgang nahmen sich die Redner dann auch ausreichend Zeit für Gespräche mit den vor Ort anwesenden 14 Unternehmen aus den Bereichen Bau, Sanitär-Heizung-Klima, Garten- und Landschaftsbau, Holz- und Ladenbau, Metall, Elektro, Friseur und Schornsteinfeger. 

„Es wäre schön, auf diesem Wege einen Auszubildenden sowie mehrere Zaunmonteure und Gesellen in meinen Betrieb zu bringen, da ich händeringend Mitarbeiter suche“, erläuterte Mario Schröder von Zaunbau Schröder in Verden-Hönisch und Obermeister der Innung Metallbau. 

Werbemaßnahmen ohne großen Erfolg

Trotz gezielter Werbemaßnahmen konnte er bislang keine Nachfrage verzeichnen. Vor allem bei Fachkräften drückt Schröder der Schuh, während er die Ausbildungssituation noch als recht entspannt bezeichnete.

Schornsteinfegermeister Matthias Radczewske hat es bei der Mitarbeitersuche ebenso nicht leicht, zumal der Beruf erweiterte Anforderungen stellt. „Man muss absolut schwindelfrei sein“, wie Christoph Grupe, Azubi im zweiten Lehrjahr berichtete. 

Für Grupe, der zunächst Koch gelernt und dann mehrere Jahre in der Lebensmittelbranche tätig gewesen war, ist Schornsteinfeger der Traumberuf schlechthin. „Ich bin sogar schon für die Meisterschule angemeldet“, blickte er gestern bei der Handwerker-Börse sehr optimistisch in die Zukunft.

nie

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Dämpfer für WM-Gastgeber Russland

Dämpfer für WM-Gastgeber Russland

Achtelfinale noch nicht sicher - Löw sucht sein Team

Achtelfinale noch nicht sicher - Löw sucht sein Team

Sieger Erdogan: Wahl wird Jahrhundert unseres Landes prägen

Sieger Erdogan: Wahl wird Jahrhundert unseres Landes prägen

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

Meistgelesene Artikel

97 Abiturienten am GaW entlassen

97 Abiturienten am GaW entlassen

Audi TT brennt in Thedinghausen komplett aus

Audi TT brennt in Thedinghausen komplett aus

Klaus-Störtebeker-Schule meistert ihre letzte Schulentlassung

Klaus-Störtebeker-Schule meistert ihre letzte Schulentlassung

Gute Stimmung bei der Abschlussfeier in Dörverden

Gute Stimmung bei der Abschlussfeier in Dörverden

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.