Initiative „Save Our Food“ wächst

Mehr als ein Dutzend Menschen beziehen bereits Lebensmittel

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Marie-Ann Schwenk und ihre Unterstützer Barbara und Ulrich Banse, Laura Schulte und Manuel Depredraza (v.l.).

Verden - „Das Projekt Save Our Food (SOF) ist auf ein ungeahntes Interesse gestoßen“, freut sich Initiatorin Marie-Ann Schwenk. „Und nicht nur das“, fügt sie hinzu, „es gibt auch immer mehr Betriebe und Geschäfte, die ihre Lebensmittel nicht mehr länger in die Mülltonne werfen möchten, sofern diese noch verzehrfähig sind.“

Nicht nur die Zahl der SOF-Mitglieder sei gesteigen. Mit Barbara und Ulrich Banse, Laura Schulte und Manuel Depredraza verfüge die Initiative jetzt über vier „Betriebsretter“. Sie seien bevollmächtigt, Lebensmittel in den Spenderbetrieben nach Absprache mit deren Inhabern abzuholen und an andere Mitglieder zu verteilen.

„Für SOF ist bereits eine Autofahrt pro Woche eine tolle Hilfe“, betont Marie-Ann Schwenk. „Da ich die Organisation bislang als Ein-Frau--Team bewältigen musste, ist dies nicht nur eine tolle Hilfe, sondern auch eine große Erleichterung.“ Denn inzwischen erhielten schon mehr als ein Dutzend Personen, durch SOF Lebensmittel. Dank der Helfer sei die Versorgung auch dann gesichert, wenn sie selber als „Wanderköchin“ unterwegs sei. „Das bringt sehr viel Ruhe und Planungssicherheit in die Arbeit der Initiative.“

„Wir wollen dabei helfen, dass essbare Lebensmittel nicht vernichtet werden“, begründen Barbara und Ulrich Banse ihren ehrenamtlichen Einsatz bei SOF.

Gute Lebensmittel werden verwendet

„Es freut uns, wenn wir ein klein wenig dazu beitragen können, wenn gute Lebensmittel noch Verwendung finden“, sagen Laura Schulte und Manuel Depredraza. „Wir leben in solch einem Überfluss, und dies wird einem noch schmerzlicher vor Augen geführt, wenn man selber sieht, wie viele Lebensmittel tagtäglich weggeworfen werden. Vielleicht entsteht durch diese Arbeit, bei Konsumenten und Betrieben, auch vermehrt ein Umdenken. Wir sind froh darüber, mit Marie-Ann Schwenk eine solch tatkräftige Initiatorin kennengelernt zu haben, und haben noch viel vor.“

Dadurch, dass die neuen Betriebsretter nicht nur einen Teil ihrer Freizeit, sondern auch ihre Autos in SOF einbringen, ist es möglich, die Versorgung zu erweitern. „Jetzt können auch Personen mit Lebensmitteln versorgt werden, die nicht die Möglichkeit dazu haben, selbstständig zur Ausgabestelle der Tafel zu gehen“, so Schwenk.

Die Initiative „Save Our Food“ sucht immer noch einen Raum, in dem sich Kühlschränke aufstellen lassen. „Es wäre auch schon eine große Hilfe, falls es sich um einen Raum handeln sollte, der nur von Montag bis Freitag zugänglich ist, wie bei einer Firma oder einer Schule“, sagt Marie-Ann Schwenk.

Auch weitere Geschäfte und Gastronomiebetriebe, die Lebensmittel vor der Vernichtung bewahren möchten, oder Privathaushalte, die zum Beispiel nach einer Feier zu viel übrig haben, können sich unter Telefon 04231/800566 bei SOF melden.

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