Verdener Störche sind nach Süden gezogen / Hoffnung auf viele Rückkehrer

Meggy in Spanien gesichtet

Die Leser der Verdener Aller-Zeitung konnten 2013 gar nicht genug bekommen von den süßen Storchenbabys. ·
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Die Leser der Verdener Aller-Zeitung konnten 2013 gar nicht genug bekommen von den süßen Storchenbabys. ·

Verden - Erstmalig gab es im vergangenen Jahr eine Patenschaftsaktion für ausgehorstete Wildstörche. Leser der Kreiszeitung konnten sich um eine Patenschaft bewerben. Das Interesse war überwältigend und außergewöhnlich hoch war auch die Anzahl der gefiederten Patenkinder. 18 Jungstörche waren es insgesamt, die längst in Richtung Süden abgeflogen sind.

Die Kombination von Regen und Kälte hatte landesweit den beliebten Tieren das Leben schwer gemacht und die Brut massiv gefährdet. Das Aushorsten war für viele junge Vögel die einzige Chance auf Überleben. Störche, die zu klein und zu schwach waren, wurden von dem Wildstorchbetreuer Frank Erdtmann aus dem Nest genommen und zu Petra Müller gegeben. Die Leiterin der Verdener Storchenstation päppelte sie mit Erfolg auf. Jeder Storch, ganz gleich, ob ausgehorstet oder von den Eltern im Horst großgezogen, wird beringt. Bei den Störchen in der Pflegestation war dies einfach, doch oben im Horst musste Erdtmann den richtigen Zeitpunkt erwischen. Die Störche dürfen nicht zu klein, aber auch noch nicht flugfähig sein.

Flügge wurden am Ende auch die 18 Schützlinge von Petra Müller. Alle seien irgendwann in Richtung Süden abgeflogen und es gab auch schon die ersten Rückmeldungen, sagte auf Nachfrage Silke Brünn, Schatzmeisterin beim „Förderverein zum Schutze des Weißstorches im Landkreis Verden“.

Fast zeitgleich wurden die Störche Federchen und Meggy Anfang August in Münster gesichtet. „Meggy zudem 14 Tage später im spanischen Girona“, so Brünn. Rund 1300 Kilometer habe der Storch bis dorthin zurückgelegt. Die Informationen seien von Vogelschutzwarten gekommen, die anhand der Ringnummern die Herkunft der Störche zurückverfolgen konnten.

Gespannt kann man nun sein, ob die Jungstörche im kommenden Frühjahr wieder in den Landkreis Verden zurückkehren. Willkommen sind sie hier gewiss, darauf lässt das große Interesse schließen, das es im Rahmen der Patenschaftsaktionen gab. Jede Patenschaft war verbunden mit einer 50-Euro-Spende an den Förderverein. Diese wurde zur Deckung der Futterkosten verwendet, so Brünn. Das eingesparte Geld fließt in die Verbesserung des Lebensraums der Störche.· wb

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