Schau in der Kreissparkasse soll Kindern für Zahlen begeistern / Gruppen schnell anmelden

Mathe auf Wanderschaft

„Mathe macht Spaß“,das finden auch die Kooperationspartner beim Malen am Spiegeltisch: Matthias Knak, Ulrich Geisler, Beate Patolla, Dorothea Blume, Jörg Peters, Angelika Bernstein-Janßen (v.l.) und hinten Dieter Schmidt und Peter Uhlig. Foto: niemann

Verden - Von Christel Niemann. Das Mathematikum in Gießen ist weltweit das erste mathematische Museum zum Mitmachen. Speziell für junge Besucher wurde hier eine Wanderausstellung entwickelt, die Ulrich Geisler vom Institut für Bildung und Erziehung (IBE) in Göttingen für den Zeitraum vom 10. bis 21. Februar in die Räumlichkeiten der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse Verden holt.

Die Ausstellung werde den Blick der Kinder auf die Mathematik ändern, vermuteten Matthias Knack und Dr. Beate Patolla von der KSK Verden anlässlich der Pressekonferenz, bei der das Projekt und die damit verbundenen Ziele vorgestellt wurden. Neben Ulrich Geisler stellten sich hier Dr. Dorothea Blume (Leitung Domgymnasium Verden), Angelika Bernstein-Janßen (Leitung Grundschule Völkersen, Mitglied im pädagogischen Beirat der KSK), Peter Uhlig (ehemals Pädagoge am Dog, Mitglied im pädagogischen Beirat der KSK), Dr. Jörg Peters (Mint-Kompetenzzentrum für den Landkreis Verden und Pädagoge am GaW) und Dieter Schmidt (Mint-Kompetenzzentrum, Pädagoge IGS Oyten) als Kooperationspartner vor.

In einem Spiegel malen, mit Bauklötzen eine Schattenwand nachbauen, Seifenwände hochziehen, Gespensterpuzzle und Entenrätsel lösen oder Zahnräder ineinander greifen lassen: Das sind nur sechs von insgesamt 15 interaktiven Stationen des Mini-Mathematikums, das im genannten Zeitraum im dritten Obergeschoss der KSK aufgebaut wird.

Das Spiel mit Formen, Zahlen und Mustern soll Kindern im Alter von vier bis acht Jahren vermitteln, dass Mathe Spaß macht. „Die Wanderausstellung setzt gezielt auf einen erlebnisorientierten Zugang“, verdeutlicht Geisler. In den vergangenen Jahren hat der IBE-Geschäftsführer für rund 25 000 Kindern aus Kita und Grundschule die Welt der Mathematik begreifbarer gemacht.

„Die Kinder sollen sich die Stationen selbstständig erarbeiten. Es werden weder Aufgaben gestellt, noch wird gezielt Hilfe gewährt“, betont Geisler. Wer mathematische Formen und Muster kognitiv erfahre, sehe und erlebe mehr von der Welt.

Um diese Erfahrung möglichst vielen Kindern zu ermöglichen, tourt das „Mini-Mathematikum“ quer durchs Land und macht, unterstützt vom Sparkassenverband Niedersachsen und weiteren Sponsoren, in insgesamt 25 Klein- und Mittelstädten für die Dauer von jeweils zwei Wochen Station.

Dass die Ausstellung auch Verden erreicht, ist der KSK-Vorstandsriege zu verdanken, die das Konzept rundum begeistert hat. Eine Begeisterung, die ansteckend war. Patolla: „Wir haben schnell bemerkt, dass die Ausstellung, die zugleich Brückenprojekt für ältere Kita-Kinder und jüngere Kinder der Grundschulen ist, doch vergleichsweise aufwendig ist und freuen uns daher über die aktive Unterstützung, die wir durch die beteiligten Pädagogen und ihre Schulen erfahren.“ Blume wies auf die Beteiligung von Schülern hin. Neuntklässler vom Domgymnasium werden sich bei der Betreuung der Ausstellung engagieren.

Schulen und Kitas können ihre Beteiligung via Internet unter www.ksk-verden.de/mima anmelden und den gewünschten Tag und Zeitraum wählen. „38 Zeitfenster sind insgesamt möglich. Die Hälfte ist noch frei“, so Patolla. Am Freitag, 14. und 21. Februar, in der Zeit von 13.30 bis 17 Uhr, ist die Ausstellung für Familien geöffnet. Kleine und große Leute sind eingeladen, sich gemeinsam und spielerisch auf mathematische Spuren zu begeben. Hier ist keine Anmeldung erforderlich.

Die Ausstellung hat auch schon in Italien, Mazedonien und Spanien Kinder begeistert. Der Eintritt kostet zwei Euro. Geld, das dem Institut für Bildung und Erziehung in Göttingen zugutekommt.

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