Mehrheit gegen eine Abschaffung

Maskenpflicht abschaffen – Ja oder Nein? Umfrage in der Verdener Innenstadt

Maskenpflicht ja oder nein? Gerade beim Eis essen ist der Mund-Nasen-Schutz dann doch im Weg. Trotz der sommerlichen Temperaturen tragen ihn aber viele, auch dort, wo schon jetzt keine Tragepflicht mehr besteht.
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Maskenpflicht ja oder nein? Gerade beim Eis essen ist der Mund-Nasen-Schutz dann doch im Weg. Trotz der sommerlichen Temperaturen tragen ihn aber viele, auch dort, wo schon jetzt keine Tragepflicht mehr besteht.

Verden – Die Debatte darüber, ob die Maskenpflicht in Deutschland aufgehoben werden sollte oder nicht, ist in vollem Gange. Argumente für sowohl die eine als auch die andere Seite gibt es reichlich. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sprach sich zuletzt dafür aus, gestuft vorzugehen und die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung draußen zu tragen, grundsätzlich abzuschaffen.

Er verweist dabei auf die hohe Impfquote sowie die niedrigen Inzidenzwerte. Doch was halten Verdener Händler und Geschäftsinhaber von der Idee, die Maskenpflicht auch drinnen aufzuheben?

„Ich denke, dass es auf jeden Fall sinnvoll ist, zumindest draußen auf sie zu verzichten, beispielsweise auf dem Wochenmarkt“, schildert Carmen Witte, Inhaberin des gleichnamigen Spielparadieses an der Großen Straße. „Drinnen finde ich, dass sie vorerst noch bleiben sollte, mindestens zwei bis drei Wochen“, so Witte weiter. „Die Maske hilft dabei die Leute daran zu erinnern, dass sie Abstand zueinander halten sollen. Sie ist ein Signal.“

Witte warnt außerdem davor, dass man sich nicht von der derzeit sehr niedrigen Inzidenz täuschen lassen sollte, und verweist auf den gerade erst wieder aufgenommenen Schulbetrieb im Präsenz-Unterricht. Niemand könne sagen, wann und wie die Infektionszahlen wieder steigen. „Wir merken es jeden Tag bei uns im Geschäft, dass sich die Leute jetzt gerade erstmal darüber freuen, dass sie überhaupt wieder in die Läden dürfen und keinen Test brauchen. Daran, dass er oder sie noch eine Maske tragen muss, stört sich wirklich niemand.“

„Wir dürfen nicht vergessen, es geht nach wie vor um die Gesundheit“

Ähnlich sieht das Jens Zimmermann, der verantwortlich für die Kolossa-Filiale in Verden ist. „Wir freuen uns, dass gerade überhaupt mal wieder Leben im Laden herrscht und wir unsere Türen für den Kundenverkehr wieder öffnen dürfen.“ Er versteht, dass das Tragen einer Maske für den einen oder anderen sehr nervig sein kann, gerade mit Blick auf die stark steigenden Temperaturen, glaubt aber, dass es sinnvoll ist, vorerst an einer Maskenpflicht drinnen festzuhalten. „Bestimmt kann man über eine Aufhebung reden, allerdings sollte man das erst in vier bis sechs Wochen – meiner Meinung nach. Wir dürfen nicht vergessen, es geht nach wie vor um den Aspekt der Gesundheit. Und um die zu wahren, dabei hilft die Maske, alleine weil sie die Leute daran erinnert Abstand zu halten“, stimmt Zimmermann Carmen Wittes Argument zu. „Aber im Endeffekt ist es die Entscheidung der Regierung und die kommt wie sie nunmal kommt“, schließt Zimmermann ab.

Eine etwas andere Sichtweise auf die Abschaffung der Maskenpflicht drinnen hat Heike Schmidt, Inhaberin des Geschäfts „Spielwaren Heike & Paule“ in der Verdener Innenstadt. „Ich halte es auf jeden Fall für sinnvoll die Maskenpflicht stufenweise abzuschaffen, gerade mit Blick auf die niedrige Inzidenz“, so Schmidt. „Leider habe ich oft beobachtet, dass viele ihre Maske nur sehr selten wechseln, und frage mich dann doch schonmal, inwiefern eine Mund-Nasen-Bedeckung noch Sinn macht, wenn sie abgetragen ist und der Träger sie ständig berührt. Hygienisch ist das nicht mehr.“ Außerdem glaubt sie, dass die Maskenpflicht ein Grund für viele ist, nicht in die Geschäfte zu gehen. „Ich glaube, die Leute und die Lage würde sich noch weiter entspannen, wenn die Pflicht abgeschafft wird, sowohl drinnen als auch draußen“, so die Inhaberin abschließend.

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