Unrechtmäßig entsorgte Mund-Nasen-Bedeckungen tauchen oft in der Fußgängerzone auf / Vorsicht geboten

Maskenmüll in der Innenstadt: Ein Problem?

Schützt nicht mehr ausreichend: Diese durchnässte und dreckige Stoffmaske scheint ausgedient achtlos weggeworfen.
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Schützt nicht mehr ausreichend: Diese durchnässte und dreckige Stoffmaske scheint ausgedient achtlos weggeworfen.

Verden – Wer gerne mal einen Spaziergang durch die Straßen der Allerstadt macht, hat sie bestimmt schonmal auf seinem Weg gesehen: achtlos weggeschmissene Stoffmasken und dreckige Mund-Nasen-Bedeckungen. Eigentlich sollen die im Restmüll Zuhause nach einmaligem Tragen weggeworfen werden, doch bis dahin schaffen es scheinbar nur die wenigsten. Ob und inwiefern das unrechtmäßige Entsorgen von Masken ein Problem in der Verdener Innenstadt darstellt, berichten Philipp Rohlfing, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, sowie Rainer Kamermann von der Stadt.

„Bis jetzt ist der Maskenmüll noch kein ganz großes Problem“, so Rohlfing im Pressegespräch. „Aber gerade da, wo viele Menschen sind, sehen wir oft herrenlose Mund-Nasen-Bedeckungen rumliegen. Beispielsweise sind es deutlich mehr in der Fußgängerzone der Innenstadt als im Stadtwald.“ Meistens handle es sich dabei um Stoff- und Einwegmasken. FFP2-Mundschutze würden eher selten gefunden werden. „Eigentlich sind natürlich die Bürger selber für die korrekte Entsorgung zuständig, schließlich gibt es genügend öffentliche Mülleimer, aber wenn einem mal eine aus der Tasche fällt – sowas kommt ja auch vor – kümmert sich die Straßenreinigung darum, dass die Maske im Abfall landet“, schildert Rohlfing weiter.

„Natürlich sind wir sehr dankbar, wenn Passanten oder Spaziergänger eine Maske auf dem Boden sehen und selbst Initiative ergreifen, um sie wegschmeißen, dabei ist aber Vorsicht geboten. Wie bei jedem anderen Müll eben“, erklärt der Fachbereichsleiter. Er rät, die Maske nicht direkt zu berühren, sondern an den Ohrhaltern mit einem Taschentuch hochzuheben. „Und danach auf jeden Fall die Hände ordentlich waschen.“

„Bewusst die Maske nicht richtig zu entsorgen und mal eben wo man geht und steht auf den Boden fallen zu lassen, geht natürlich gar nicht“, so Kamermann. Die Verursacher seien immer selbst dazu aufgefordert ihren Mund-Nasen-Schutz richtig zu entsorgen. Ein Problem stelle der Maskenmüll laut ihm ebenfalls derzeit noch nicht dar. Extra Reinigungstrupps müssten beispielsweise nicht losgeschickt werden. „Entweder werden die Masken von der Kehrmaschine, die regelmäßig unterwegs ist, mit aufgenommen oder die Mitarbeiter der Straßenreinigung entsorgen sie gleich mit, wenn sie eine Maske beim Entleeren der Mülleimer in der Stadt sehen“, erklärt Kamermann.

Von Lisa Hustedt

Weggeweht oder weggeschmissen? Zwei Einweg-Masken liegen am Anfang der Fußgängerzone.

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