Vorgaben der Verordnung

Corona-Infektionen im Kreis Verden: Masken und Tests bleiben wohl Alltag

Tests könnten die Nichtgeimpften weiter in ihrem Alltag begleiten, wenn die Infektionszahlen sich auf dem relativ hohen Niveau halten.
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Tests könnten die Nichtgeimpften weiter in ihrem Alltag begleiten, wenn die Infektionszahlen sich auf dem relativ hohen Niveau halten.

Verden – Die vollständige Impfung und negative Ergebnisse von Corona-Tests könnten wieder wichtiger werden, wenn die Inzidenzahlen in den nächsten Tagen nicht fallen. Die aktuell gültige Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen jedenfalls schreibt den Nachweis bei einer Sieben-Tagesinzidenz über 35 für den Besuch von Restaurants und Kneipen, aber auch im Freizeitpark oder im Theater vor.

Ob das aber überhaupt wirksam wird, entscheidet sich erst, wenn die Inzidenzschwelle von 35 dauerhaft überschritten bleibt. Welche Regelungen dann gelten, hängt zum einen von der zu erwartenden Allgemeinverfügung aus dem Kreishaus ab. Andererseits könnte auch das Land noch neue Regeln verordnen.

Die Corona-Notbremse ist seit Anfang Juli passé. Weiterhin in Kraft ist aber die seit März 2020 bestehende „epidemische Notlage“. Auf dieser Grundlage kann auch das Bundesgesundheitsministerium Verordnungen gegen die Pandemie erlassen. Amtsärztin Jutta Dreyer allerdings hält derzeit eher eine neue Verordnung aus Hannover für möglich. Immerhin werde seit Längerem darüber diskutiert, dass die Inzidenzzahlen nicht dauerhaft der allein gültige Maßstab für Freiheiten und Beschränkungen sein können. Ministerpräsident Stephan Weil jedenfalls hat keinen Hehl aus seiner Ansicht gemacht, dass in die Beurteilung noch weitere Aspekte einbezogen werden sollten. Die Impfquote müsse ebenso wie die Auslastung der Krankenhäuser betrachtet werden.

Neue Corona-Verordnung wird in Hannover vorbereitet

Amtsärztin Dreyer rechnet damit, dass diese Ideen in Hannover in eine Neufassung der Corona-Verordnung einfließen könnten. Bereits bei der vorangegangenen Novelle war das Land vorgeprescht, hatte Bund-Länder-Gespräche vorweg genommen und den Landkreisen relativ weit gefasste Entscheidungskompetenzen eingeräumt.

„Wenn wir aktuell im Landkreis Verden eine Inzidenz von über zehn haben, müssen die schärferen Regeln jetzt nicht mehr automatisch für alle Bereiche verbindlich werden“, hatte Landrat Peter Bohlmann Ende Juli dazu erklärt. Bereiche, die nicht maßgeblich zum Anstieg der Infektionszahlen beitragen würden, könnten dann von den Einschränkungen ausgenommen werden. Inwieweit der Landkreis in einer weiteren Allgemeinverfügung davon Gebrauch macht, wird sich zeigen, wenn sich die Neuinfektionen weiterhin auf diesem Niveau halten.

Nachdem, was die gültige Niedersächsische Corona-Verordnung für eine Inzidenz über 35 erwarten lässt, werden Corona-Tests für alle, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, Teil ihres Alltags bleiben. Gelegenheiten könnte es dann genug geben. In Restaurants, Cafés und Kneipen etwa.

Zugang auch mit negativem Corona-Testergebnis

Sie dürfen mit Hygienekonzept innen und außen öffnen, sofern die Gäste sich ausschließlich an Tischen aufhalten. In die Innenräume darf man aber nur mit negativem Testnachweis, Geimpften- oder Genesenen-Status. Um 23 Uhr ist Sperrstunde. Bars, Clubs und Diskotheken müssten nach gültiger Verordnungslage sowieso geschlossen bleiben.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Verden: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Unter freiem Himmel sieht die Corona-Verordnung bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 35 vor, dass Veranstaltungen nur mit sitzendem Publikum, Obergrenze 250 Personen, durchgeführt werden dürfen und das Abstandsgebot eingehalten werden muss. Steht das Publikum zumindest zeitweise, so ist die Teilnehmerzahl auf 100 begrenzt. Auch bei diesen Veranstaltungen muss ein gültiger Negativtest, eine vollständige Impfung oder ein Genesenen-Status nachgewiesen werden.

Corona-Tests regelmäßig im Hotel

In Hotels und Pensionen, Jugendherbergen und Ferienwohnungen müssten die Gäste wieder regelmäßig testen, wenn sie nicht vollständig geimpft oder schon länger als ein halbes Jahr von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Beim Einkauf allerdings bleibt es dabei, dass man das Geschäft ohne Testnachweis betreten kann.

Auch die Masken werden uns weiter in vielen Bereichen begleiten. Daran, dass sie im öffentlichen Personennahverkehr getragen werden müssen, würde sich nichts ändern. In geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- und Kundenverkehrs zugänglich sind, waren sie schon nach dem Überschreiten der Inzidenz 10 vorgeschrieben.

Besuche in Freizeitparks, Kletterparks, Spielparks und Abenteuerspielplätze würden möglich bleiben. Allerdings auch hier nur mit negativem Test, vollständiger Impfung oder nachgewiesener Genesung. Ins Museum kommt man ohne Test, aber nicht ins Theater oder Konzert.

Die Ausnahme, wie zu erwarten, wäre es, wenn man vollständig geimpft ist oder von einer Covid-19-Erkrankung nicht länger als ein halbes Jahr genesen ist. Die Maske ist Pflicht, bis man den Sitz eingenommen hat.

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