Mars in Verden setzt in Büros ein ungewöhnliches Gestaltungskonzept um

Auch der Hund darf mit

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Boxerhündin Lotte begleitet ihre Besitzerin Annette Wolters zur Arbeit.

Verden - Bei Mars Verden hat die Zukunft bereits begonnen. Jedenfalls im Bürobereich mit seinen 380 Arbeitsplätzen. Nach einjähriger intensiver Vorbereitungsphase unter Federführung von Personaldirektorin Eva-Maria Metzl, unter Einbeziehung der Mitarbeiter, wird dort jetzt ein neues Gestaltungskonzept umgesetzt.

Auf fast 1 000 Quadratmetern findet man eine moderne Arbeitswelt vor, mit offenen Arbeitsplätzen, Oasen, Nischen für Besprechungen und Erholungszonen. Leitgedanke des innenarchitektonischen Konzeptes ist der eines Stadtgefüges. Außerdem drücke sich darin, so Pressesprecher Rolf Zepp, die Zukunft des Standortes und seine weiterhin erfolgreiche Entwicklung aus.

Flexibler, mobiler, individueller sind diese neuen, multifunktionalen Arbeitsplätze. So wird zum Beispiel das noch neu zu gestaltende Foyer als eine Art Marktplatz funktionieren, auf dem sich Mitarbeiter und Gäste begegnen und austauschen oder sich über die Vorgänge in ihrer „Stadt“ informieren.

Im einstigen Großraumbüro wurde das Prinzip des „Citizen Office“ angewandt, mit ganz unterschiedlichen Aufenthaltsangeboten. Es gibt Gemeinschaftsbereiche für die Teamarbeit sowie abgetrennte Bereiche für konzentrierte Einzelarbeiten und geschäftliche Telefonate. Diese Besprechungsplätze, die einem Zugabteil ähneln, sind über das ganze Büro verteilt und, obwohl offen, fast schalldicht. Für kurze Meetings können sich die Mitarbeiter außerdem an die mit allen technischen Finessen ausgestatteten Stehtische zurückziehen.

„Der Austausch zwischen den einzelnen Mitarbeitern ist jetzt viel direkter und schneller“, so Metzl. Pressesprecher Rolf Zepp: „Diese unterschiedlichen Bereiche bilden zusammen mit den klassischen Arbeitsplätzen eine Art Cluster, der den Büroraum strukturiert.“

Bei der Neugestaltung des Büros ging es natürlich auch darum, eine gute Atmosphäre zu schaffen. Alles wirkt hell und freundlich, an der Wand sind großformatige Tieraufnahmen abgebildet, der Teppich – recycelt aus Fischernetzen – schluckt die Geräusche. Ruhe- oder Rückzugsräume bieten, je nach dem Bedürfnis des Mitarbeiters, aufgrund unterschiedlicher Farbgebung und Einrichtung Entspannung, Ruhe, Inspiration oder auch einfach nur Spaß.

Statt für jeden Kaffee in die Kantine zu gehen, gibt es eine Kaffeebar mitten im Büro. Zum neuen Konzept zählen weiter die gesunde Ernährung in der ebenfalls optimierten Cafeteria.

Darüber hinaus wurden spezielle „Hundearbeitsplätze“ eingerichtet. So kann der Vierbeiner seinen Besitzer zur Arbeit begleiten. Schallschutz, Belüftungs- und Beleuchtungstechnik sorgen dafür, dass Mensch und Tier sich wohlfühlen. Das motiviere die Mitarbeiter und sei auch ihrer Gesundheit zuträglich.

„Flexibles Arbeiten ist gutes Arbeiten. Das war die Motivation, den Campus zu verwirklichen“, erklärt Eva-Maria Metzl. „Wir möchten die Bedürfnisse der Mitarbeiter erfüllen, denn wir möchten, dass sie gut arbeiten können.“

Das Feedback der Beschäftigten bezeichnen Metzl und Zepp als sehr gut. Zepp hat sogar schon einige geradezu euphorische Äußerungen mitbekommen. Nur in der Planungsphase habe er ein paar skeptische Stimmen vernommen, aber die wären allesamt schnell wieder verstummt.

Mars Verden sei übrigens der erste Standort, an dem das Unternehmen seine Vision eines zukunftsfähigen Arbeitsplatzes umsetze. Bis Februar 2016 soll die Umgestaltung abgeschlossen sein. Im Sommer startet der Umbau der Besprechungsräume im Obergeschoss, danach wird sich das Foyer in den beschriebenen Stadtplatz verwandeln und dann will Metzl mit dem Konzept auf „Tournee“ gehen. Die Personaldirektorin ist nämlich optimistisch, dass weitere Unternehmensstandorte nachziehen werden.

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