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Mandeln, Eis und große Erwartungen: Domweih-Schausteller voller Vorfreude auf Event in Verden

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Von: Florian Adolph

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Zwei Frauen vor einem Eiswagen.
Lea Dziebel (r.) und Schwester Kyra Sandkühler (l.) vor dem im Aufbau befindlichen Eiswagen © Adolph

„Wir sind froh, nach zwei Jahren wieder unseren Job machen zu können“, sagt Sascha Schau, Betreiber eines Standes für gebrannte Mandeln und andere Süßigkeiten, auf der Verdener Domweih. Der Schausteller ist glücklich und motiviert wieder hier sein zu können. Und damit ist er nicht allein.

Verden – Auf die Frage, wie die Coronazeit für ihn war, antwortet Sascha Schau: „Schwer, aber wir halten durch“. Trotz aller Sorgen der vorangegangenen Jahre ist er guter Dinge. Sein Mandelstand hat eine gute Lage auf der Großen Straße, direkt gegenüber der Redaktion der Verdener Aller-Zeitung.

Domweih in Verden startet

Außerdem: „Die Veranstaltungen, die wir dieses Jahr hatten, liefen gut“, verrät er. So war sein Mandelstand schon auf der Bremer Osterwiese finden. „Wir hoffen, dass auch die Domweih ein Erfolg wird“, fügt er hinzu. „Wir sind schon seit Jahren bei der Domweih dabei und bisher war es immer ein Erfolg.“ Es gibt auch Tage, an denen es schleppend läuft, aber dann folgen auf der Domweih immer solche, an denen das Geschäft brummt, so Sascha Schau.

Bei heißem Wetter lieber Eis als Mandeln

Natürlich hofft der Schausteller auch darauf, dass das Wetter mitspielt. Zu heiß sollte es aber nicht sein, denn bei heißem Wetter „essen die Leute eher Eis als Mandeln“, sagt er.

Ein Mann vor einem Süßigkeitenstand
Vor seinem Süßigkeiten-Stand freut sich Sascha Schau, ein paar Tage vor Eröffnung © adolph

Insofern überrascht es nicht, dass Lea Dziebel, die einen Eisstand betreibt, sich Sonnenschein wünscht. Mit dem Wetter hatten sie und ihre Familie bei den anderen beiden Veranstaltungen, an denen sie dieses Jahr teilnahmen, dem Schützenfest in Liebenscheid und der Pfingstkirmes in Menden, schon Pech gehabt. In Menden regnete es sogar an zwei Tagen.

Stimmung euphorisch

Vertreten sind die Eheleute dieses Jahr erstmals mit zwei Eisständen. Neben dem von Lea Dziebel, hat auch ihr Mann Rafael einen aufgebaut. Die Familie besucht schon lange die Domweih. In früheren Tagen war erst der Großvater und dann der Vater mit einem Spielzeugwagen vertreten. Da nun die Dziebels auch wieder dabei sein können, herrscht „Super Stimmung“ bei der Familie. „Wir freuen uns und sind euphorisch, dass es wieder heißt: Prost Domweih“, sagt Rafael Dziebel.

Kein Wunder, waren doch die Coronajahre besonders schwer für das Paar. 2021 waren sie nur auf dem Freimarkt und an vier Wochenenden in Goslar vertreten. 2020 waren alle Veranstaltungen für sie ausgefallen. Hilfen vom Staat bekamen sie keine und so hielten sie sich, wenn es die Lockdowns erlaubten, mit einem Süßwarenstand über Wasser.

Lockdown war hart für die Schausteller

„Beim ersten Lockdown wussten wir noch gar nicht was los war. Das dauert nur zwei Monate, dachten wir.“ Statt zwei Monate, mussten die Dziebels dann endlich fünf Monate zuhause bleiben. Aufgeben wollten die Eheleute aber nicht. „Wir wollten uns nicht in die ,soziale Hängematte' legen“, sagt Eisverkäufer Rafael. „Wir mussten uns ganz neu erfinden.“

Das Ehepaar ist wie viele seiner Schausteller-Kollegen mit großen Erwartungen zur Domweih nach Verden gekommen.

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