Malerische Szenen an dünnen Fäden

Rotraud Scholz und Uwe Jöstingmeier bringen Kalender 2018 heraus

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Kristina, ganz malerisch in Klützer Winkel.

Verden - Der Trip ins Museumsdorf Cloppenburg hat sich gelohnt: Zimmermann Volker setzt einen Fuß vor den anderen, stiefelt die Treppe herunter und scheint sehr zufrieden mit der Arbeit. Die Kappenmühle ist schon ein kleines Kunstwerk, scheint die Mimik des Handwerkers auszudrücken.

Es sind einmal mehr ganz besondere Szenen, die das Duo Rotraud Scholz und Uwe Jöstingmeier eingefangen haben. Gemeinsam sind die Marionettenbauerin und der Fotograf in Norddeutschland unterwegs gewesen, um die Figuren an verschiedensten Orten in Szene zu setzen. Die hochwertigen Fotografien sind Vorlage für den neuen Kalender 2018.

Aufwendige, aber lohnenswerte Arbeit

Alte Bekannte, aber auch neue Figuren sind unter den Protagonisten, die an kaum sichtbaren Fäden spazieren gehen. „Die Arbeit mit Zimmermann Volker hat sich am Ende dann doch als sehr aufwendig erwiesen, aber es hat sich gelohnt“, erzählt Rotraud Scholz. Zunächst musste im Museumsdorf die Genehmigung für die Aufnahme eingeholt werden, was das geringste Problem war. „Komplizierter war da schon, Volker so die Treppe herunterlaufen zu lassen, dass es möglichst echt wirkte“, erzählt die Künstlerin. „Auch die Lichtverhältnisse waren schwierig, doch das Foto ist sehr gelungen“, waren Scholz und Jöstingmeier zufrieden.

Unterwegs in Hamburg: Geheimdienstleiter Nero Sven Asmussen vor der Elbphilharmonie.

Nicht weniger aufwendig gestaltete sich die Inszenierung von Malerin Kristina. Die Marionette sitzt auf dem Foto vor einer Staffelei und arbeitet mit Pinsel und Farbe. Das Bild ist so gut wie fertig. „Ich habe vorab das Motiv auf die kleine Leinwand gemalt, danach sind wir an die Ostsee gefahren, haben im Klützer Winkel, nahe Boltenhagen, gesucht und exakt die zur kleinen Vorlage passende Szene in natura gefunden“, schildert Rotraud Scholz. „Ein Volltreffer.“

Kalendar im Sondermaß 35x35 Zentimeter

Immer wieder haben sich Scholz und Jöstingmeier auf den Weg gemacht, ließen Geheimdienstleiter Nero Sven Asmussen (NSA) durch den Hamburger Hafen und entlang der Elbphilharmonie laufen und die Skyline studieren. Oder begaben sich auf die Spuren von Dr. Ole Hagenström Sen., der seinem Neffen auf einem Spaziergang die Geschichte von Greetsiel näher bringt. Auch ein wenig Lokalkolorit bringen die Kalendermacher ins Bild. Mona wandelt durch Fischerhude und die Gesellen Urs und Jesco machen es sich für ein Päuschen in den Verdener Dünen bequem.

Nach Ende ihrer Fotoreise hatten die Autoren die Qual der Wahl. Insgesamt zwölf Motive mussten sie aus der Vielzahl der Vorlagen auswählen. „Nun ist die Entscheidung gefallen, der Kalender geht in Druck“, so Rotraud Scholz. Für die Umsetzung der Motive haben sich die Herausgeber ein besonderes Format ausgedacht: „Quadratisch, 35 mal 35 Zentimeter, ein Sondermaß, was sich auch bei den Produktionskosten bemerkbar macht“, so die Künstler. „Aber wir sind guten Mutes, dass im Januar kein Kalender mehr im Stapel liegen wird.“

Das Kunstwerk gibts für 17 Euro in den Buchhandlungen Vielseitig und Mahnke, bei Göstemeier in Riede sowie bei Rotraud Scholz, Kirchstraße 4, in Verden. Kontakt unter Telefon 0170/2168217 oder 04231/9376669, per E-Mail rotraud.s@web.de.

mw

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