Maiklänge im Zeichen Beethovens

Blicken voller Vorfreude auf die Maiklänge (von vorne links nach hinten): Ralf Radeke, Wolfgang Dreyer (beide VB Verden), Nabil Shehata, Birgit Melsheimer, Michael Spöring, Dr. Dietrich Steincke, Kay Reinhardt und Renate Kracke. Foto: Haubrock-Kriedel

Die Maiklänge haben sich im Domgymnasium fest etabliert. In diesem Jahr geht das hochklassige Kammermusikfest in die vierte Runde. Wieder sind internationale Spitzenmusiker der Einladung des künstlerischen Leiters und ehemaligem Domgymnasiasten Nabil Shehata gefolgt. Die vier Konzerte vom 15. bis 17. Mai stehen im Zeichen Beethovens.

Verden – „Die Konzerte wurden in den vergangenen Jahren begeistert aufgenommen. Das hat uns Mut gemacht, die Reihe fortzusetzen“, so Dr. Dietrich Steincke, Vorstandsmitglied im Verein „Musik und Kultur am Domgymnasium“. Das Besondere dieses Festivals sei neben dem privaten Charakter auch die Anbindung an die Schule. „Die Schüler sind in die Organisation eingebunden, sie schreiben Artikel für das Programmheft, einzelne Werke werden auch im Musikunterricht behandelt“, berichtet Steincke. Zudem gebe es für ausgewählte Schüler die Möglichkeit, an Meisterkursen mit den Instrumentalisten teilzunehmen. „Das gibt einen neuen Blick auf die Musik und das eigene Instrument“, weiß der Musiklehrer.

Das Festival ist diesmal größer als in den Jahren zuvor, Nabil Shehata konnte elf seiner Musikerfreunde für einen Auftritt gewinnen. „Wir feiern Beethovens 250. Geburtstag. Jedes Konzert beginnt mit einem Kammermusikwerk Beethovens, das mit einem Zitat des Jubilars überschrieben ist“, so Shehata. Beethovens Septett für Klarinette, Horn, Fagott und Streicher, das beim Eröffnungskonzert gespielt wird, habe zudem den Anlass gegeben, weitere Werke mit großer Bläserbesetzung wie das Schubert-Oktett, das beim Abschlusskonzert am Sonntagabend den Schlusspunkt setzt, in das Programm aufzunehmen. „Wichtig war mir, dass jeder Musiker an jedem Abend spielt, daher ist das Programm so bunt. Es sind auch unbekanntere Stücke dabei, zum Beispiel von Bernhard Henrik Crusell oder Michail Glinka“, so Shehata. Er versuche, jeden seiner Freunde einmal nach Verden einzuladen, erzählt der künstlerische Leiter. So sind in diesem Jahr einige neue Gesichter dabei, wie zum Beispiel Alexander Chaushian. Er gibt mit Orchestern Konzerte in ganz Europa und ist unter anderem Professor für Cello am Royal College of Music, London. Ebenfalls neu dabei ist der junge Violinist Momo Hiber, Solist beim London Symphonic Orchestra. Ein junges Talent ist der Bratschist Adrien de la Marca, den seine Konzerttätigkeit ebenfalls bereits durch ganz Europa geführt hat. Große Stücke hält Shehata auf seine Kollegin Natalia Lomeiko. Die Violinistin ist eine Schülerin Yehudi Menuhins und Professorin am Royal College London. „Ben Goldscheider habe ich gehört und war begeistert“, sagt Shehata über den jungen Hornisten, der von der britischen Musikpresse als „Rising Star“ ausgezeichnet wurde.

„Alle Musiker spielen für ein kleineres Gehalt als gewohnt. Nur so können wir die Preise auf einem niedrigen Niveau halten. Natürlich sind wir trotzdem auf Partner angewiesen, die uns unterstützen“, betont Steincke. Ein wichtiger ist in diesem Jahr erstmals die VR Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken. „Unsere Stiftung fördert regionale Projekte. Das Konzept, das Schüler aus der Region beteiligt, gab daher den Ausschlag für die Förderung“, so Wolfgang Dreyer, Vorstandsmitglied der Volksbank Aller-Weser.  ahk

Karten und Tickets

für alle Konzerte gibt es bei der Tourist-Info, im Sekretariat des Dog oder unter der E-Mail maiklaenge@domgymnasium-verden.de.

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