Ausschuss für Atemschutz-Trainingsanlage

Realbrandausbildung über Betreibermodell

Landkreis/Verden - Am Ende konnten Hans-Hermann Fehling und Olaf Dykau nur noch Danke sagen. Der Kreisbrandmeister und sein Stellvertreter waren zufrieden mit dem Verlauf der Sitzung des Landkreis-Ausschusses für Brandschutz und Ordnungsangelegenheiten.

Einstimmig hatte sich das Gremium am Mittwoch dafür ausgesprochen, dass der Landkreis künftig die Realbrandausbildung für die Atemschutzgeräteträger (AGT) in den Freiwilligen Feuerwehren über ein sogenanntes Betreibermodell übernimmt. Zukunftsweisend nannte Fehling diese Entscheidung.

Knapp 800 AGTs gibt es in den Wehren im Landkreis Verden. Wenn’s brennt, arbeiten sie an vorderster Front. Das erfordert neben körperlicher Fitness und guten Nerven vor allem Erfahrung. Die sollen die Aktiven künftig auch bei realitätsnahen Übungen sammeln können.

Zum Herbst des kommenden Jahres soll in unmittelbarer Nachbarschaft zur Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Verden eine Anlage mit dem klangvollen Namen „FTS 8000“ errichtet werden. Das aus drei 20-Fuß-Containern bestehende System der Firma Dräger, Experten für Medizin- und Sicherheitstechnik aus Lübeck, wirkt äußerlich unscheinbar, hat es aber in sich. Unternehmensvertreter Jan Elvers setzte dem Aussschuss die Besonderheiten der Anlage auseinander.

So real wie möglich sollen die Szenarien sein, durch die die AGTs geschickt werden. Das sei auch der Wunsch der Landesfeuerwehrschulen gewesen, berichtete Elvers. Vorgesehen sei daher eine Ausbildung in vier Modulen, von der Simulation eines Brandverlaufs über die grundsätzliche Handhabung des Strahlrohrs und das richtige Ablöschen bis hin zur „Königsdisziplin“, dem Einsatz bei null Sicht.

Training bildet Lückenschluss

Das Training bilde den Lückenschluss zwischen der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger und dem tatsächlichen Einsatz, sagte Elvers. Den lässt sich der Landkreis denn auch etwas kosten. Knapp 600 .000 Euro sind veranschlagt für die Erschließung des Grundstücks am Schnuckenstall und diverse Einrichtungsgegenstände.

Hinzu kommen die Ausbildungskosten. 21 Schulungstage pro Jahr will der Landkreis Verden mit der Firma Dräger, die auch die Ausbilder stellt, vereinbaren. Genug, um alle AGTs alle zwei Jahre zu schulen und auf aktuellem Stand zu halten. Die verbleibende Zeit kann die Firma Dräger nutzen, um beispielsweise externe Kunden zu bedienen.

Es sei „eine gute Lösung für den Landkreis Verden“, fasste der Ausschussvorsitzende Jens Richter zusammen. Und Olaf Dykau fügte hinzu, dass diese Vorgehensweise für die Wehren die Möglichkeit „einer erstklassigen Ausbildung“ eröffne.

kp

Rubriklistenbild: © dpa

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