Neue Mitglieder aufgenommen

Distrikt-Governor besucht Verdener Rotary Club

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Weltweit aktiv (v.l.): Distrikt-Governor Dirk Bode vom RC Oldenburg, die beiden Neu-Rotarierinnen Sandra Tolle und Antje Jordan, Verdens Rotary-Präsident Jürgen Menzel und Assistent Gorvernor Rene Lancker vom RC Syke.

Verden - Die Überraschung war gelungen: Zum Antrittsbesuch von Distrikt-Governor Dirk Bode aus Oldenburg konnte der Verdener Rotary Club zwei neue Mitglieder begrüßen. Erstmals in der 54jährigen Geschichte des Verdener Serviceclubs wurden mit Antje Jordan und Sandra Tollé zwei Frauen aufgenommen.

Dadurch erhöhte sich die Zahl der Mitglieder auf 48. Sowohl Governor Bode als auch Verdens aktueller Rotary-Präsident Jürgen Menzel zeigten sich hocherfreut über die Bereitschaft der beiden Frauen, durch selbstloses Dienen künftig denen zur Seite zu stehen, die sich nicht selbst helfen können – im lokalen Umfeld und in internationalen humanitären Hilfsprojekten.

Weltweit engagieren sich rund 1,2 Millionen Frauen und Männer in 35.000 Rotary Clubs. Alle Rotarierinnen und Rotarier eint das Ziel, sich durch Pflege der Freundschaft anderen nützlich zu erweisen und sich für Völkerverständigung und den Weltfrieden einzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das weltweit bekannteste Projekt von Rotary ist „End Polio Now“, der Kampf gegen die Kinderlähmung. Seit 1988 gelang es mit Hilfe mächtiger Partner wie der Weltgesundheitsorganisation, den größten Teil der Welt durch massive Impfkampagnen von Polio zu befreien. Durch die großen Fortschritte der letzten Jahre rückt das Ziel 2018 in greifbare Nähe: Bis dahin soll die Übertragungskette weltweit unterbrochen sein.

Lokale Projekte werden unterstützt

Auch der Verdener Rotary Club leistet dazu alljährlich seinen Beitrag. Aber auch lokale Projekte wie beispielsweise die jährliche Ausstattung der Verdener Grundschulen mit Lesebüchern, die Integration von Geflüchteten, die Selbstbehauptung von Grundschülern oder die Unterstützung des Palliativnetzes im Landkreis Verden werden gefördert. „Mit diesen Projekten machen Sie deutlich, was Rotary bewirken kann und setzen damit das Motto unseres Weltpräsidenten Ian Riseley, „Rotary: Making a Difference“ in die Tat um“, lobte Distrikt-Governor Bode.

Im kommenden Jahr werden sich die Verdener an einem weiteren Projekt des Weltpräsidenten beteiligen: Laut einem Beratungsgremium der UNO, ist die Umweltzerstörung eine der größten globalen Bedrohungen. Daher forderte der Weltpräsident alle Rotary Clubs weltweit auf, für jedes Clubmitglied einen Baum zu pflanzen. Riseleys Gedanke dabei ist, dass Kohlendioxid und andere Treibhausgase, die

Umweltzerstörung als globale Bedrohung

sich in der Atmosphäre sammeln, wesentlich für die globale Erwärmung verantwortlich sind. Bäume absorbieren diese Gase und verlangsamen so die Erderwärmung. Ein Leuchtturm der rotarischen Aktivitäten – auch des Verdener Clubs – ist für Distrikt-Governor Bode der internationale Jugendaustausch: „In den Zeiten von Brexit und Spannungen zwischen den USA und Russland ist die Völkerverständigung von enormer Bedeutung. Gerade haben wieder vier Jugendliche aus der Region an einer sogenannten Orientation teilgenommen und werden als Botschafter des Verdener Rotary Clubs in die Welt reisen.“

„Rotary International“ hat das weltweit größte nichtkommerzielle Programm für den internationalen Jugendaustausch. Das Programm steht Angehörigen von Rotary-Mitgliedern und Nichtmitgliedern in gleicher Weise offen. Teilnehmen können schulpflichtige Jugendliche (Mädchen und Jungen) zwischen 16 und 18 Jahren (der 18. Geburtstag darf zu Beginn des Austauschjahres, 1. August, noch nicht erreicht sein) in der Regel im Anschluss an die 10. Klasse.

Werbung für den Austausch

Der Austausch dauert ein Schuljahr, maximal zwölf Monate, und beginnt im Juli beziehungsweise August. Anforderungen an die Bewerber sind mindestens Grundkenntnisse in der Sprache des Gastlandes (hier hilft ein Sprachkurs nach Kenntnis des zukünftigen Austauschlandes), Anpassungsfähigkeit, Aufgeschlossenheit, Selbstständigkeit, Orientierungsbereitschaft, Kenntnisse über das eigene Land und das Gastland. Etwa 70 Länder beteiligen sich an dem Programm. Da pro Land nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung steht, müssen bei der ersten Bewerbung drei Alternativen benannt werden, darunter nur eine für ein englischsprachiges Land.

Dass sich die Teilnehmer des Jugendaustausches schnell an ihre neue Umgebung gewöhnen, dafür sorgen die Gastgeschwister und deren Familien. Sollte es wider Erwarten Schwierigkeiten geben, steht ein Mitglied des örtlichen Rotary Clubs als Councellor zur Verfügung. Wer sich eingehender zum Thema Jugendaustausch informieren möchte, findet unter http://www.rotary-jugenddienst.de weitere Informationen.

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