Letzter Auftritt von „Friends for Friends“ bei der VAZ-Riverboat-Party

Sonnabend legt sich die Band besonders ins Zeug

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2010 gab es bei „Friends for Friends“ diese Besetzung.

Verden - Verdens Altrocker gehen in Rente: „Friends for Friends“ werden nach 20 Jahren bei der Riverboatparty der Verdener Aller-Zeitung am Sonnabend, 18. Juli, aufgelöst. Los geht es ab Anleger Reeperbahn um 19 Uhr. Noch gibt es einige wenige Restkarten.

Sie waren seit Mitte der Neunziger die musikalischen Botschafter der Stadt in Sachen Rock & Oldies und ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Party- und Veranstaltungsszene sowohl in Verden als auch in den Partnerstädten Warwick, Saumur, Zielona Gora und Havelberg.

Im Club-Lokal des Tennisclubs Verden hatten Günter Organista und Reinhold Lankuttis im Sommer 1995 die Idee, so „just for fun“ und zunächst ohne die Absicht, eine Band zu gründen, irgendetwas Musikalisches miteinander zu entwickeln. So kamen beide nach dem Tennistraining im Clubraum zusammen und spielten zur allgemeinen Freude Klassiker aus den Bereichen Skiffle, Jazz, Schlager und Rock.

Das Publikum ermunterte die beiden, mehr daraus zu machen und weitere Musiker anzusprechen. Interessenten gab es reichlich, und man begann in unterschiedlichster Besetzung erst in der Tennishalle und später dann im Musikraum von Günter Organista in der Waterloostraße zu üben.

Langsam kristallisierte sich die Gründungsformation heraus. Sie bestand aus Günter Organista, Lutz Slomka, Volker Sturhann und Reinhold Lankuttis. Bei drei Gitarren und einem Schlagzeug fehlte allerdings ein Bassist. Kurzerhand wurde Lutz Slomka dazu „verdonnert“, doch „gefälligst den Bass zu spielen“. Obwohl er dies noch nie zuvor getan hatte, beugte er sich der milden Gewalt und begann zu üben, bis sich aus den anfänglichen Blasen auf den Fingerkuppen lederartige Hornhäute gebildet hatten.

Dem natürlichen exhibitionistischen Trieb von Musikern und sonstigen darstellenden Künstlern folgend, wollte man sich nun auch öffentlich „zeigen“, und um nicht sofort von Kritikern zerrissen zu werden, sollte dies vor Freunden und Bekannten geschehen. Anlässe hierfür gab es zur Genüge. Den allerersten Auftritt feierte die Band 1996, anlässlich eines von Klaus Coels für Mitglieder des TC Verden organisierten „Kohlballs“. Der Beifall und die positiven Kommentare waren Motivation, „noch etwas mehr“ in dieser Richtung zu wagen. Die Band begab sich daraufhin in eine neun Monate dauernde „Klausur“, die sich durch intensives diszipliniertes Üben auszeichnete. Das Resultat war ein Repertoire von 60 bekannten Titeln aus der Rock- und Pop-Geschichte.

Da jedes Kind einen Namen haben muss, wurde über den der Band abgestimmt. Drei potenzielle Namen kamen in die engere Wahl: Rollsplitt, Krachmokers und Friends for Friends. Letzterer bekam den Zuschlag, weil die Motivation, als Band weiter zu machen, von Freunden kam, und für sie Musik machen zu wollen – also Freunde spielen für Freunde: Friends for Friends.

Die rasante Entwicklung begann im Februar 1997 im„Borsteler Hof“. 800 persönlich eingeladene Freunde waren bei der 1. Rock & Oldie-Nacht dabei. Die von der Band besonders geliebte VAZ-Riverboat-Tour wird somit die insgesamt 15. sein. Schlagzeuger Reinhold Lankuttis: „Wir werden uns natürlich noch einmal besonders ins Zeug legen. Das sind wir unserem Publikum schuldig.“

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