Autor liest aus seinem neusten Thriller

Andreas Winkelmanns‘ Lesung mit Gruselgarantie

+
Buchhändlerin Anke Boese konnte Autor Andreas Winkelmann begrüßen.

Verden - Hochspannung war bei der Premierenlesung von „House Sitter“ mit dem Thrillerautor Andreas Winkelmann, angesagt und Gänsehaut garantiert. Fantasie und Realitätsnähe, Nervenkitzel und Gruseln hielten das Publikum auf den ausverkauften Plätzen in der Buchhandlung Vielseitig für zwei Stunden hellwach.

Andreas Winkelmann, schon der Name des Autors garantiert Schauerliches. Leser und vor allem Leserinnen haben gleich wieder die Bilder von lebendig Gehäuteten und Begrabenen vor Augen, unheimliche Örtlichkeiten oder an unter der Erdoberfläche lebendig eingegrabene Opfer aus früheren Büchern. Allesamt düstere Szenarien, von denen der Hoyerhagener in seinen bislang zwölf Thrillern erzählt. Den einmal eingeschlagenen Genreweg setzt Winkelmann auch mit seinem 13. Thriller fort und entführt sein Publikum auf bewährt-spannende Art in teils beklemmende Sphären.

Als Thomas Bennett nach dem gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Saskia die Haustür aufschließt, merkt er sofort, dass irgendetwas anders ist: Möbel sind verrückt, in der Küche stehen benutzte Töpfe, die Handtücher riechen anders. Dann ein scharfer, unerträglicher Schmerz im Kopf und es wird Nacht um ihn.

Erst im Krankenhaus wacht Winkelmanns Hauptfigur wieder auf, aber seine Saskia ist seit dem Überfall spurlos verschwunden. Bennett macht sich sofort auf die Suche nach ihr, denn erst im Urlaub hat sie ihm gestanden, dass sie schwanger ist. Gemeinsam mit der Kommissarin Priska Wagner gelingt es ihm, die Spur eines besonders perfiden Mörders aufzunehmen: Der "House Sitter" nistet sich in den Wohnungen der urlaubenden Besitzer ein. Er will ihr Leben, mit allem, was dazugehört.

Nur so viel verrät der Klappentext des Thrillers, den der zusehends gereifte Autor psychologisch sehr dicht erzählt. Zugegeben, „House Sitter“ ist keine leichte Kost, man braucht schon gute Nerven. Zumal der Autor die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und damit den Leser ganz unwillkürlich in eine persönliche Beziehung zu den Figuren treten lässt.

Ausverkauft: Winkelmanns Bücher üben eine große Anziehungskraft auf Leserinnen aus.

Ein spannendes Vergnügen also, wobei der Vorleser Winkelmann in der Buchhandlung eher den Harmlosen gibt. „Ist doch alles gar nicht so wild“, meinte er am Rande der Lesung verschmitzt grinsend. Es flösse schließlich gar nicht so viel Blut.

Dabei wusste er selbst schon gar nicht mehr, wie viele Menschen sein House Sitter am Ende auf dem Gewissen hat. „Ich glaube es sind fünf.“ Falsch geglaubt! Es sind sechs – drei Frauen und drei Männer, vom House Sitter mit sorgsam geführten Hammerschlägen ausradiert.

Doch zurück zu Winkelmann: Beim Lesen ist der Mann total entspannt. Er reißt Witze, lacht, erzählt Anekdoten und verweist mit berechtigtem Stolz darauf, dass House Sitter binnen weniger Wochen bereits auf Platz 16 der Spiegel-Bestsellerliste geklettert ist. „Davon habe ich zunächst gar nichts mitbekommen“, berichtet er. Winkelmann ist Outdoor-Freak. In den vergangenen Wochen habe er sich mit einem Freund in der schwedischen Wildnis aufgehalten, ließ er seine Fangemeinde wissen.

Dass bei ihm auch die Details stimmig daher kommen, macht den Thriller zu einer runden Sache. : Es reduziert sich auf eine reine Geschmacksfrage: Wer an echter Spannung und einer morbiden Geschichte Freude hat, wer ein gutes Nervenkostüm sein Eigen nennt, liegt mit Winkelmanns 13. Buch mit Albtraumgarantie sicher goldrichtig. Wer allerdings etwas zarter besaitet ist, sollte House Sitter besser nicht nach Einbruch der Dunkelheit lesen.

Wegen der großen Nachfrage wird der Autor in Kooperation mit Vielseitig am Freitag, 29. September, im Alten Schulhaus in Dauelsen, Schulstraße 10, aus „House Sitter“ lesen. Der Vorverkauf läuft bereits. Die Buchhandlung ist per Telefon unter 04231/6774919 oder per E-Mail ankontakt@vielseitig-verden.de zu erreichen. nie

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Özdemir macht Grünen Mut: Nach Jamaika-Aus Chancen nutzen

Özdemir macht Grünen Mut: Nach Jamaika-Aus Chancen nutzen

Trommelzauber-Aufführung in der Grundschule

Trommelzauber-Aufführung in der Grundschule

Hier müssen Sie jetzt draufzahlen - und wo Sie viel sparen können

Hier müssen Sie jetzt draufzahlen - und wo Sie viel sparen können

Neue FC-Bayern-Dienstwagen: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid

Neue FC-Bayern-Dienstwagen: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid

Meistgelesene Artikel

Unbekannte legen immer wieder Äste und Metallteile auf Schienen

Unbekannte legen immer wieder Äste und Metallteile auf Schienen

Verden gedenkt der Toten erstmals auf dem Waldfriedhof

Verden gedenkt der Toten erstmals auf dem Waldfriedhof

Äste und Metallteile auf Schienen gelegt: Kirchlintelner gesteht

Äste und Metallteile auf Schienen gelegt: Kirchlintelner gesteht

Sumpfeiche in der Achimer Innenstadt wird verwöhnt

Sumpfeiche in der Achimer Innenstadt wird verwöhnt

Kommentare