In der Friedrich-Ludwig-Jahnschule wird „Bildungshaus“ gebaut

Lernen unter einem Dach

Symbolbild

Verden - Von Markus Wienken. Unter dem Dach der Friedrich-Ludwig-Jahnschule an der Jahnstraße sind viele Kinder von morgens bis in den Nachmittag hinein zuhause. Vier verschiedene Einrichtungen finden dort mittlerweile Platz. Was sich ein bisschen zufällig ergeben hat, soll nun zuverlässige Strukturen bekommen. Einen Namen hat das Kind schon: „Bildungshaus“, so lautet die künftige Adresse.

Die Mitglieder des städtischen Schulausschusses hatten – passend zum Thema – in der Aula der Jahnschule Platz genommen. Rektorin Claudia Stüven nahm die Gelegenheit wahr und stellte kurz und transparent das Projekt vor. Grundschule, Orientierungsstufe, Realschule, das Haus habe in der Vergangenheit schon viele Schulformen beherbergt. Einige davon seien bereits Geschichte.

Stüven machte auch deutlich, dass das Haus dabei immer offen für neue Ideen sei. „Als Orientierungsstufe und Realschule ausgezogen sind, blieb zunächst die Grundschule allein zurück“, schilderte die Rektorin die Ausgangslage. Viel Platz, der aber nicht lange leer bleiben sollte. Neben den Grundschulklassen füllen eine Klasse der Likedeeler Schule von der Lebenshilfe, eine Gruppe des Sprachheilkindergartens und die Außenstelle der Kindertagesstätte der Carl-Hesse-Straße das Haus mit Leben. 

„Schnell wurde deutlich, was zunächst als ein lockeres Nebeneinander gedacht war, wird immer mehr zum Miteinander“, schilderte Claudia Strüven im Ausschuss. „Uns ist es besonders wichtig, füreinander und voneinander zu lernen“, betonte sie.

So bestünden mittlerweile vielfältige Verknüpfungen zwischen den einzelnen Gruppen. In der Klasse der Likedeeler Schule werden Kinder mit einer geistigen Behinderung unterrichtet. Die derzeit sieben Kinder arbeiteten eng mit einer Kooperationsklasse der Grundschule zusammen. „Kunst und Sport, vielfältige Projekte, Ausflüge, Theaterbesuche, Feiern und anderes mehr gehören dazu“, erzählte Stüven.

Ähnlich sei das Verhältnis zum Sprachheilkindergarten, ebenfalls einer Einrichtung der Lebenshilfe. Die 20 VorSchulkinder im Alter von drei bis sechs Jahren laufen regelmäßig rüber in die benachbarte Grundschule, wo ihnen die älteren Kinder aus ihren Büchern vorlesen.

Mittlerweile angekommen ist auch die Außenstelle des Kindergartens der Carl-Hessestraße. Zwei Kita-Gruppen haben nach dem aufwendigen Umbau seit Sommer 2015 „Unterschlupf“ an der Jahnstraße gefunden. Und es werden noch mehr. „In der nächsten Woche zieht eine Krippengruppe mit ein“, so Claudia Stüven.

Die Vielzahl an Kindern, Erziehern, die beteiligten Eltern, dazu zahlreiche Veranstaltungen und weitere Termine, all das brauche zuverlässige Strukturen. Die soll das „Bildungshaus“ bieten. „Seit zwei Jahren arbeiten wir mit der Verwaltung, allen voran Bildungskoordinatorin Dr. Christiane Morré, daran“, berichtete Stüven.

Wie das „Bildungshaus“ an der Jahnstraße aussehen soll, seine Inhalte und wer genau es mit Leben füllt, das wollen die Beteiligten im kommenden Frühjahr vorstellen. Geplant ist am 3. März ein Tag der offenen Tür.

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