Verein setzt sich für Gründung einer christlichen Bekenntnisschule in Verden ein

Lernen mit Gottes Hilfe

Junna Heimsoth hofft auf eine schnelle Umsetzung.
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Junna Heimsoth hofft auf eine schnelle Umsetzung.

Verden – Fünf Grundschulen gibt es in der Stadt Verden. Geht es nach dem Willen von Junna Heimsoth und ihren Mitstreitern, soll schon in zwei Jahren eine weitere Grundschule die Bildungslandschaft in der Allerstadt ergänzen. Eine christliche Bekenntnisschule. „Aber sie steht grundsätzlich allen Kindern offen“, sagt Heimsoth.

Das zu betonen ist ihr ebenso wichtig wie die Tatsache, dass sich der Unterricht auch an einer freien Schule an den landesweit geltenden Lehrplan zu halten hat. Die Inhalte sollen aber über Plus-Minus-Mal-Geteilt, Rechtschreibung und Zeichensetzung hinausgehen. Es schließt das Gebet, den Gesang, das offene Bekenntnis zum Glauben mit ein.

Die 30-jährige Verdenerin gehört der Baptistengemeinde an der Hohen Leuchte an. Sie ist dort großgeworden, lebt dort ihre Religion. Und sie wünscht sich das genauso für ihre beiden Söhne, zwei und vier Jahre alt. Nicht nur zu Hause und innerhalb der Gemeinde, sondern eben auch in der Schule.

Nicht, dass Junna Heimsoth mit dem Bildungssystem hadert. „Ich hatte gute Lehrer“, erinnert sie sich gerne an die eigene Schulzeit in Verden. Grundsätzliches, zum Beispiel Nächstenliebe, Ehrlichkeit, das Teilen mit anderen, sei allerdings nicht thematisiert worden, bedauert sie.

„Wir wollen, dass den Kindern christliche Werte vermittelt werden, in Kombination mit einer guten Bildung“, umschreibt die Verdenerin das Ziel, das die Elterninitiative mit der Schulgründung verfolgt. „Warum nicht auch in Verden?“, schiebt sie als Frage nach.

„Es ist ein ganzheitliches Denken und Lernen, das wir vermitteln wollen. Durch den jahrgangsübergreifenden Unterricht lernen Kinder nicht nur von der Lehrperson, sondern auch von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aus verschiedenen Altersgruppen. Gruppendynamik sowie Selbstständigkeit sollen dabei stets im Gleichgewicht bleiben“, formuliert Junna Heimsoth das Konzept.

Bereits 2014 sei in der Gemeinde laut über die Gründung einer Schule nachgedacht worden, berichtet sie. Zwei Jahre später wurde aus der Initiative der Verein Christliche Bekenntnisschule Verden (CBV), der nun Fahrt aufnimmt.

Eine Schule in freier Trägerschaft gründet man nicht mal eben so. Ein Konzept muss ausformuliert sein, ein Gebäude gefunden werden. Die Finanzierung muss stimmen, es braucht eine Leitung und ein Kollegium. Daher ist der Verein froh über seine Aufnahme in den überregional agierenden Verband Evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) mit Sitz in Karlsruhe. Von ihm erhoffen sich die Verdener professionelle Beratung und Unterstützung. Zum Beispiel, wenn es um die Vermittlung von Personal geht.

Ganz oben auf der Prioritätenliste des Vereins steht allerdings das Finden einer geeigneten Immobilie. „Wenn wir die hätten, könnten wir einen Schulantrag stellen.“

Nachdem ein Architekt von der teilweisen Umnutzung des Gebetshauses an der Hohen Leuchte aus Kostengründen abgeraten hatte, wird nun im Verdener Stadtgebiet geschaut.

Gut erreichbar soll die Schule sein. Und „wir haben überlegt, dass wir für den Start vier bis fünf Räume benötigen“, sagt Junna Heimsoth. Insgesamt 160 bis 200 Quadratmeter sollte das Haus haben. Platz für Lehrerzimmer, Sekretariat, zwei Klassenzimmer und einen Pausenraum.

Denn begonnen werden soll zunächst klein, mit einer Gruppe von mindestens 15 und maximal 20 Mädchen und Jungen im Grundschulalter. Diese Pläne zur christlichen Bekenntnisschule haben sich offenbar schon herumgesprochen im Kreisgebiet. „Wir haben E-Mail-Anfragen ohne Ende“, sagt Junna Heimsoth und freut sich: „An Kindern mangelt es uns nicht.“

Kontakt

Wer sich für den Schulaufbau interessiert, kann sich unter www.christliche-bekenntnisschule-verden.de informieren. Der Kontakt zum Verein ist per E-Mail an info@christliche-bekenntnisschule-verden.de möglich.

Von Katrin Preuss

Die Aufnahme des Vereins in den Verband Evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) besiegelten (v.l.) Wolfgang Stock, Generalsekretär des VEBS, Christian Baldauf, Leiter der Akademie des VEBS, Waldemar Truderung und Simon Ritter vom Vorstand des Verdener Vereins sowie Peter Dück, Vorstandsmitglied des VEBS.

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