Bau von Leichtmetallwänden beginnt

Schallschutz zwischen Bahnhof und Aller

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Die Eisenbahnbrücke ist seit Ende des vergangenen Jahres fertig. Nun werden von der Aller bis zum Bahnhof Schallschutzwände gebaut.

Verden - Wer im Bereich zwischen Allerbrücke und Verdener Bahnhof wohnt, kann sich freuen: Es soll ruhiger werden. Zwar nicht sofort aber auf Dauer. Die Deutsche Bahn baut in dem Abschnitt Lärmschutzwände. Vorbereitungen auf der Westseite der Bahnstrecke haben bereits begonnen. Die Hauptarbeiten, wie das Erstellen der Fundamente für die Stützen, starten heute und sollen Anfang Februar abgeschlossen sein.

„Die Deutsche Bahn erstellt im Rahmen des Programms Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes in Verden, westlich und östlich der Bahnstrecke zwischen Bahnhof und Allerbrücke zwei Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 1787 Metern. Für die zwei Schallschutzwände werden rund 2,8 Millionen Euro investiert“, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. „2016 wird zunächst nur die westliche Lärmschutzwand gebaut, der Bau der östlichen Lärmschutzwand erfolgt Anfang 2017“, so Egbert Meyer-Lovis, Sprecher für den Bereich Niedersachsen. Der Abschluss aller Arbeiten an der westlichen Lärmschutzwand sei für Anfang März geplant.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten kann ein großer Teil der Schallschutzwände nur vom Gleis aus gebaut werden. Da für diese Arbeiten ein Gleis gesperrt wird, kommt es zu Einschränkungen der Streckenkapazität. Über die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Zugverkehr informieren die betroffenen Verkehrsunternehmen gesondert.

Die Wände bestehen aus hochschallabsorbierenden Leichtmetallelementen und würden die Anwohner entlang der Bahnstrecke erheblich vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten. „Zusätzlich profitieren auch weiter von der Bahnstrecke entfernt liegende Häuser und Wohnungen in hohem Maße von der Wirkung dieser aktiven Schallschutzmaßnahmen“, so der Bahnsprecher.

Für den Bau der Lärmschutzwände werden moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte eingesetzt. Trotzdem würden sich Belästigungen durch Lärm und Staub auch nachts und an den Wochenenden leider nicht vermeiden lassen. Zudem warnen Signalhörner die Arbeiter im Gleisbereich vor herannahenden Zügen. Die Warneinrichtungen werden von den Unfallkassen ausdrücklich gefordert und sind den Gegebenheiten entsprechend angepasst. Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ vom Bund gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Auf dem 33400 Kilometer langen Streckennetz der Bahn sind 3700 Kilometer besonders durch Schienenlärm belastet. Bis Ende 2015 wurden rund 1500 Kilometer lärmbelasteter Strecken saniert.

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