Lehrstellenbörse der Kammer bietet freie Plätze / Auswahl in allen Bereichen

Das Handwerk sucht noch

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Die Bewerberzahlen sinken: Vor allem im Handwerk sind noch einige Ausbildungsstellen offen.

Landkreis - Für das Handwerk ist es nicht mehr selbstverständlich, dass alle angebotenen Lehrstellen mit qualifizierten Bewerbern besetzt werden können. Das zeigen die Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern deutlich. Nahezu überall sind noch freie Plätze zu finden. Auch die Kammer Braunschweig-Lüneburg-Stade hat in ihrer Börse noch einiges zu bieten. Im Landkreis Verden sind noch über 300 Ausbildungsstellen, auch im gewerblichen Bereich, nicht besetzt.

„Im Handwerk gibt es nicht nur 130 spannende Berufe, die Jungen und Mädchen die Chance bieten, einen qualifizierten Abschluss zu erreichen. Das Handwerk bietet darüber hinaus auch attraktive und leistungsfähige Lernorte, wo man in kleinen Teams arbeitet und rasch viel erreichen kann“, wirbt Eckhard Sudmeyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Er betont, dass die eigene Ausbildung für Handwerksbetriebe immer noch der erste Weg sei, um den zukünftigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu sichern.

„Das Interesse der Unternehmen, ihr Handwerk weiterzugeben, ist unverändert hoch. Doch immer mehr ausbildungsberechtigte Kammermitglieder berichten über Probleme, ihre Stellen zu besetzen“, beobachtet Sudmeyer. Das Nachsehen hätten vor allem kleinere Firmen, dabei böten sie oft ideale Ausbildungsbedingungen in kleinen Teams, so Sudmeyer weiter.

Das Ausbildungsjahr 2015 begann offiziell am 1. August. Doch im Handwerk beginnen viele Auszubildende ihre Lehre erst am 1. September, so dass selbst jetzt noch Chancen auf eine Lehrstelle in verschiedenen attraktiven Berufen bestehen. Freie Stellen im Kammerbezirk finden Berufseinsteiger in der Lehrstellenbörse auf www.hwk-bls.de/lehrstellenboerse oder per Smartphone mit der kostenlosen App „Lehrstellenradar“.

Nicht ganz so drastisch aber mit ähnlicher Tendenz zeichnet sich die Lage mittlerweile auch in anderen Gewerbezweigen ab. Auch die IHK Stade berichtet, dass sich mit dem demografischen Wandel der „Kampf um Fachkräfte verschärft“ und die Zahl der Bewerber abnimmt.

Sowohl die Agenturen für Arbeit als auch Jobcenter in gemeinsamen Einrichtungen und in alleiniger kommunaler Trägerschaft kümmern sich vor Ort um die Vermittlung von Ausbildungsplätzen in allen Bereichen, im Handwerk ebenso wie im Handel und anderen gewerblichen Berufen.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg–Verden, in den Landkreisen Verden, Nienburg und Diepholz 3256 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 3,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich meldeten die Arbeitgeber 2980 Stellen. Das entspricht einem Plus von 6,4 Prozent. Ende Juli waren 972 Bewerber noch nicht versorgt und 873 Ausbildungsstellen unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es mehr unversorgte Bewerber (+2,3 Prozent), die Zahl der unbesetzten Stellen lag in der Größenordnung des Vorjahres (–0,1 Prozent).

Im Landkreis Verden waren Ende Juli noch 314 von 959 angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzt, hatte die Agentur für Arbeit zum Monatswechsel gemeldet. Zugleich waren Ende Juli 218 von 854 Jugendlichen und Erwachsenen noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

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