Ausstellung über Pferdeberühmtheiten im Deutschen Pferdemuseum

„Legendär!“ – von Halla bis Mr. Ed

Ein Blick in die Ausstellung mit Pferdefiguren.
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Die Pferde in der Ausstellung sind eine Auswahl der bekanntesten Pferdefiguren aus Mythologie, Geschichte und Populärkultur.

Verden – Seit Tausenden von Jahren begleitet das Pferd den Menschen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Als treuer Helfer war es über Jahrhunderte eng mit ihm verbunden und prägend für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung.

Es wundert daher nicht, dass die Menschen in allen Jahrhunderten von diesen eleganten und starken Tieren fasziniert waren. Immer wieder wurden historische und fiktive Pferde vergöttert und verehrt – ihre Geschichten über Generationen weitergetragen.

Ausstellung ab 15. Juni im Deutschen Pferdemuseum

Die Sonderausstellung „Legendär! – Berühmte Pferde aus Mythologie, Geschichte und Populärkultur“ stellt ab heute, 15. Juni, mehr als 30 Pferdeberühmtheiten im Deutschen Pferdemuseum (DPM) in Verden vor, heißt es in einer Pressemitteilung des DPM. Die Besucher sind eingeladen, Pferdepersönlichkeiten wie den schwarzen Hengst Black Beauty, das Lieblingspferd Friedrichs des Großen Condé, den Comic-Helden Jolly Jumper, den sprechenden Serienstar Mr. Ed, den Millionenhengst Totilas, den edlen Schattenfell aus „Herr der Ringe“ und viele mehr kennenzulernen.

Gemeinsame Geschichte von Mensch und Pferd seit 5000 Jahren

Seit 5 000 Jahren verbindet Mensch und Pferd eine gemeinsame Geschichte. Die Kraft und Schnelligkeit der Tiere beeinflussten die Menschheitsgeschichte maßgeblich. Wer Pferde nutzte, besaß Mobilität, militärische Überlegenheit und damit Macht. Ihr Einsatz in Landwirtschaft, Handel und Industrie ermöglichten Entwicklung und Wohlstand. Dass auch in der heutigen Zeit die Faszination für Pferde ungebrochen ist, zeigen die vielfältigen pferdischen Figuren aus der Populärkultur, die in Büchern, Comics, Fernsehserien und Kinofilmen für Begeisterung sorgen.

Hintergründe zu bekannten Vierbeinern

Sie verfügen über göttliche Kräfte, sind heldenhafte Kriegspferde, geduldige Helfer, treue Gefährten, geschundene Kreaturen, sportliche Supertalente, selbstbewusste Persönlichkeiten oder vermenschlichte Abbilder unserer Welt. Wie in einem Lexikon lädt die Ausstellung ein, von A wie Amadeus aus Bibi & Tina bis T wie Tempelhüter, Geschichten und Hintergründe zu bekannten Vierbeinern zu entdecken.

In der Ausstellung zu sehen sind mythologische Pferde wie der geflügelte Pegasus, der Blitz und Donner für den Göttervater Zeus durch den Himmel transportierte. Oder der göttliche Kentaur Chiron, ein Mischwesen aus Pferd und Mensch. Auch Schlachtrösser der Geschichte erlangten Berühmtheit, wie der zähe kleine Schimmelhengst Marengo, der unter Napoleon Bonaparte unzählige Kilometer auf Europas Straßen zurücklegte und zahlreiche Verwundungen in Schlachten überlebte. Condé hingegen, das Lieblingspferd Friedrichs des Großen, hatte ein luxuriöses Leben: Der König fütterte ihn mit Melonen und Feigen und er durfte sich frei im Schlosspark bewegen.

Herausragende Pferde aus dem Sport

Herausragende Pferde aus dem Sport wurden ebenfalls zu Legenden. Dazu gehört beispielsweise die ungarische Rennstute Kincsem, die, gemessen an der Zahl ihrer Siege, auch heute noch als das erfolgreichste Rennpferd aller Zeiten gilt. Und natürlich Wunderstute Halla, die mit ihrem Reiter Hans Günter Winkler bei den Olympischen Reiterspielen in Stockholm 1956 Geschichte schrieb, oder Rapphengst Totilas, der in jüngerer Zeit für medialen Wirbel sorgte, als Paul Schockemöhle ihn für einen zweistelligen Millionenbetrag kaufte.

Auch in der Literaturgeschichte ist das Pferd präsent. So gehört Rosinante, das Pferd von Don Quichotte, zu den bekanntesten Rössern und hat vielfach Eingang in die bildende Kunst gefunden. Aber auch die Geschichte von Black Beauty, der aus der Ich-Perspektive seine Leiden berichtet, erlangte Berühmtheit und gilt als ein frühes Beispiel für den Tierschutz.

Das Fantasy-Epos „Herr der Ringe“, eines der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts, hat ebenfalls eine herausragende Pferdefigur zu bieten: Schattenfell, das edelste Pferd Mittelerdes, das seine Dienste dem Zauberer Gandalf zur Verfügung stellt.

Pferdefiguren aus Mythologie, Geschichte und Populärkultur

Die Pferde in der Ausstellung sind nur eine Auswahl der bekannten Pferdefiguren aus Mythologie, Geschichte und Populärkultur. Ihre Geschichten regen zum Nachdenken über den Umgang mit den Tieren an, offenbaren sie doch unter anderem auch, wie groß der Hang zu deren Vermenschlichung ist. Sie sind auch immer ein Spiegel der Gesellschaften, denn sie zeigen, welche Bedeutung die Menschen ihren Pferden beimessen, welche Leistungen sie ihnen abverlangen und welche Träume auf sie projiziert werden.

Noch bis zum 31. Oktober

Die Ausstellung ist vom 15. Juni bis 31. Oktober, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, im Deutschen Pferdemuseum zu sehen.

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