Lebenshilfe verabschiedet Erzieherinnen

Eine Feier mit Abstand: Antje Jordan, Edeltraud Hogrefe, Elke Bohling und Dr. Eva Berns (vorne, v.l.) mit Kolleginnen und Kollege der beiden scheidenden Erzieherinnen.
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Eine Feier mit Abstand: Antje Jordan, Edeltraud Hogrefe, Elke Bohling und Dr. Eva Berns (vorne, v.l.) mit Kolleginnen und Kollege der beiden scheidenden Erzieherinnen.

Verden – Zuweilen gibt es im Kinderhaus der Lebenshilfe in Eitze wehmütige Momente: So als mit Elke Bohling aus Verden und Edeltraut Hogrefe aus Hohenaverbergen zwei langjährige Erzieherinnen in den Ruhestand verabschiedet wurden. Mit ihnen gehen fast neun Jahrzehnte Berufserfahrung.

Vorstand und Leitungskräfte des Trägervereins waren nach Eitze gekommen. Außerdem nahmen Personalratsvertreter und Kollegen an der coronabedingten „Feier auf Abstand“ teil. Dr. Eva Berns (Pädagogische Leiterin), Antje Jordan (Geschäftsführerin) und Brigitte Bertram (Leitung Kinderhaus Eitze) verwiesen auf den großen Erfahrungsschatz der beiden Frauen und lobten deren engagierte Erziehungsarbeit.

Elke Bohling war seit August 1975 bei der Lebenshilfe beschäftigt und 45 Jahre in unterschiedlichen Einrichtungen als Erzieherin tätig. Gemeinsam mit Kolleginnen baute sie die erste Krippe im Landkreis Verden in Achim-Bierden auf und habe hier, so Berns, wertvolle Pionierarbeit geleistet.

Danach war die scheidende Mitarbeiterin beim Aufbau einer Krippengruppe in Achim-Baden gefordert, bevor sie an die Likedeeler Schule wechselte, wo sie vertretungsmäßig eingesetzt war. Vor fünf Jahren kehrte Bohling dann in die Keimzelle der Lebenshilfe in Eitze zurück, um dort erneut im Krippenbereich zu arbeiten.

Neben ihrer positiven Eigenschaft, auch in kniffligen Situationen die Ruhe zu bewahren, lobten die Redner Elke Bohlings Talente fürs Organisieren und für strukturiertes Planen. Auch, dass sie ihre berufliche Identität und die damit verbundene Selbstständigkeit bereits gefunden habe, als die Berufstätigkeit von Müttern gesellschaftlich noch kaum anerkannt gewesen sei, fand Erwähnung.

Edeltraud Hogrefe aus Hohenaverbergen blickt auf ein fast ebenso langes Arbeitsleben zurück. Die gelernte Erzieherin hat in Kindertagesstätten in Verden und Bremen gearbeitet und war ab Februar 2013 im Kinderhaus Eitze der Lebenshilfe beschäftigt.

Freundlichkeit, Offenheit, Empathie den Kindern, deren Eltern und den Mitarbeitern gegenüber zeichneten die Persönlichkeit von Edeltraud Hogrefe aus. Die Laudatorinnen beschrieben sie als Erzieherin mit Leib und Seele. Mit ihrem Humor habe sie den Arbeitsalltag aller bereichert und sich über das normale Maß hinaus engagiert, indem sie etwa zu Festtagen kleine Theaterstücke mit den Kindern entwickelt oder Ausflüge und Exkursionen für die Kleinen organisiert habe.

Bei den künftigen Ruheständlerinnen nachgefragt, wie sie das Mehr an Freizeit gestalten wollen, mussten beide nicht lange überlegen: „Bei mir ist zunächst einmal ein größeres häusliches Renovierungsvorhaben angesagt. Danach werden mein Mann und ich unsere Unabhängigkeit genießen und, sofern es das Virus wieder möglich macht, auch mehr reisen und bevorzugt noch zu der ein oder anderen Kreuzfahrt aufbrechen“, berichtete Edeltraud Hogrefe.

Ihre Kollegin Elke Bohling hat indes noch keine konkreten Ruhestandspläne geschmiedet. „Ich will mich erst einmal ausruhen und dann schauen, was kommt“, sagt sie. Falls die Beschäftigung in Haus und Garten ihr auf lange Sicht nicht reiche, sei eine ehrenamtliche Tätigkeit für sie eine Option.  nie

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