Mitglieder der Parkinson-Selbsthilfegruppe stellen ihre Hobbys vor

Das Leben mit neuem Leben füllen

Werner Bredehöft versuchte, die Gruppenmitglieder der Parkinson-Selbsthilfegruppe für den Schutz der Wildbiene zu begeistern. Foto: Haubrock-Kriedel

Verden – Das Treffen der Parkinson-Selbsthilfegruppe im Februar war zur Abwechslung einmal den Hobbys der Teilnehmer gewidmet. Jeder, der in irgendeiner Art kreativ tätig ist, konnte seine Werke ins Begegnungszentrum St. Nikolai mitbringen, und sein Hobby den anderen vorstellen.

„In unserer Gruppe gibt es viele Menschen, die trotz ihrer Behinderung ein Hobby haben, das sie ausfüllt. Diese vielfältigen Aktivitäten einmal vorzustellen, kann eine schöne Anregung für diejenigen sein, die noch auf der Suche nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung sind“, hofft Gruppenleiterin Marina Schmidt.

So bot sich in St. Nikolai ein buntes Bild. Die Frauen hatten vornehmlich Hand- und Bastelarbeiten mitgebracht. Die Männer zeigten von der Modelleisenbahn über Briefmarken bis hin zum professionellen Kugelbahn-System eine bunte Palette ihrer Hobbys.

Johann Bosselmann hatte eine ganze Kollektion seiner Gemälde mitgebracht. „Ich male seit fünf Jahren“, erzählt er. Zu seinem Hobby sei er während eines Aufenthalts in der Reha-Klinik gekommen, als er sein Zimmer mit einem Kunstmaler teilte. „Wir konnten nachts beide nicht schlafen und haben gemalt.“ Johann Bosselmann malt alles Mögliche mit Aquarell und Ölfarben. Sein Lieblingsmotiv sind Blumen. Aber auch Eindrücke vom Urlaub auf Teneriffa hat er festgehalten.

Werner Bredehöft hat keinen Aufwand gescheut, um die Mitglieder seiner Gruppe für den Schutz der Wildbienen zu begeistern. Er hatte einen großen Stand mit Schautafeln, Informationsbroschüren und einer Fülle praktischer Anschauungsmaterialien mitgebracht. Der begeisterte Naturschützer zeigte, dass man den eigenen Garten mit relativ wenig Aufwand so gestalten kann, dass sich Wildbienen dort wohlfühlen. Nur wenige wissen, dass es in Deutschland über 500 verschiedene Wildbienenarten gibt. Die kleinste Art ist kaum zwei Millimeter groß, während es die Hummeln auf eine Größe von fast drei Zentimetern bringen. Um für möglichst viele Arten Nistmöglichkeiten zu schaffen, empfahl Bredehöft verschieden große Löcher in alte Hartholzstücke zu bohren. Auch Reethalme, die in ein Gefäß gestellt werden, werden von einigen Wildbienenarten sehr gut angenommen. „Wildbienen gehen nicht auf gefüllte Blüten“, weiß Bredehöft. Damit Wildbienen im Garten genügend Nahrung finden, riet er statt sterilem Zierrasen zu Obstbäumen und bunten Blumenwiesen mit heimischen Stauden und Kräutern.  ahk

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Coronavirus: China-Rückkehrer in Stuttgart gelandet

Coronavirus: China-Rückkehrer in Stuttgart gelandet

Neues Nienburger Kino offiziell eingeweiht

Neues Nienburger Kino offiziell eingeweiht

Wenn Kids Eltern die rote Umweltkarte zeigen

Wenn Kids Eltern die rote Umweltkarte zeigen

Das Autointerieur wird nachhaltiger

Das Autointerieur wird nachhaltiger

Meistgelesene Artikel

Spaß am Lesen fördern – Rotary Club überreicht Bücher an Schüler der Nicolaischule

Spaß am Lesen fördern – Rotary Club überreicht Bücher an Schüler der Nicolaischule

„Geht doch pipileicht“

„Geht doch pipileicht“

„Froben stellt da keine Blechbude hin“

„Froben stellt da keine Blechbude hin“

Gefiedertes Duo sucht ein neues Zuhause

Gefiedertes Duo sucht ein neues Zuhause

Kommentare