Einrichtungen am Kreishaus, an der BBS und in Uphusen

Landkreis Verden baut Lazarette für Patienten mit leichtem Corona-Verlauf auf

Einsatzkräfte und Aufbauhelfer vom THW Verden, der Kreisstraßenmeisterei und der Arbeit im Landkreis Verden (ALV) rüsten die BBS-Sporthallen zu Behelfs-Lazaretten um. Foto: THW Verden/Köhler
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Einsatzkräfte und Aufbauhelfer vom THW Verden, der Kreisstraßenmeisterei und der Arbeit im Landkreis Verden (ALV) rüsten die BBS-Sporthallen zu Behelfs-Lazaretten um. 

Verden/Achim – An drei Standorten im Landkreis werden zurzeit Wohncontainer und Sporthallen für eine etwaige Aufnahme von leicht bis mittelschwer erkrankten Corona-Patienten ausgestattet. Wie bereits gestern durchgesickert war sollen damit die Krankenhäuser in Achim und Verden vor einem möglichen deutlichen Anstieg der Zahlen an Covid-19-Patienten geschützt werden. Das bestätigt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. Der Landkreis plane und organisiere diesen Aufbau von Behelfs-Lazaretten in enger Abstimmung mit der Aller-Weser-Klinik (AWK), heißt es weiter.

In diesen Einrichtungen sollen nur positiv getestete Patienten untergebracht werden, die auf Grund ihrer persönlichen Lebensumstände und Hilfebedürftigkeit nicht in häuslicher Quarantäne verbleiben können, zugleich aber auch keine schweren Krankheitssymptome aufweisen. „Nachdem in der vergangenen Woche die Anordnung von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im Vordergrund stand, hat sich der Landkreis mit seinem Stab in dieser Woche mit voller Kraft darauf konzentriert, die in seiner Zuständigkeit liegende Krankenhausversorgung vorsorglich auf einen weiteren Anstieg der Fallzahlen vorzubereiten“, erklärt Landrat Peter Bohlmann.

Oberstes Ziel sei den Angaben zufolge, die beiden Standorte der Aller-Weser-Klinik in Achim und Verden für die ärztliche und pflegerische Versorgung von Schwerkranken und Notfällen jeglicher Art freizuhalten. Man müsse sich vorsorglich auf einen Fallanstieg einstellen, weil sich aufgrund der 14-tägigen Inkubationszeit voraussichtlich erst Ende nächster Woche fundiert auswerten lasse, wie erfolgreich sich die seit wenigen Tagen angeordneten und auch eingehaltenen Kontaktbeschränkungen auf die Fallzahlenentwicklung auswirkten, so Bohlmann. 

400 Betten werden für Corana-Patienten errichtet

Zu Behelfshäusern mit zusammen knapp 400 Betten werden das Containerdorf auf dem Nordparkplatz der Kreisverwaltung in Verden, die beiden Turnhallen der Verdener Berufsbildenden Schulen (BBS) sowie im Nordkreis die Turnhalle in Uphusen umgerüstet. Insgesamt rund 30 Einsatzkräfte und Aufbauhelfer vom Technischen Hilfswerk, Regionalbereich Verden, von der Kreisstraßenmeisterei sowie der Arbeit im Landkreis Verden (ALV) statten seit Anfang der Woche die Standorte mit Betten, Matratzen und Trennwänden aus.

Arbeiten sollen bis zum Wochenende abgeschlossen sein

Geplant sei, die Arbeiten laut Mitteilung der Kreisverwaltung bis zum Wochenende abzuschließen. So soll das Containerdorf Platz für rund 65 Patienten bieten. Für die beiden Sporthallen ist eine Belegung mit circa 225 Betten geplant, in der Sporthalle Uphusen sehen die Planungen die Unterbringung von rund 100 Patienten vor.

Die Betreuung in den Behelfs-Lazaretten wird derzeit vom Landkreis in Kooperation mit der Aller-Weser-Klinik und den Hilfsorganisationen abgestimmt. „In dieser Krise bewährt sich, dass der Landkreis Verden immer an seiner Verantwortung für die Krankenhausversorgung festgehalten hat. Kreisverwaltung und die AWK arbeiten Hand in Hand“, betont Bohlmann. Nach der Krise sei zu hoffen, dass die Bundespolitik auf Grund der Erfahrungen aus der derzeitigen Krise die beiden Krankenhäuser von Schließungsdiskussionen, Sparprogrammen und teilweise unnötigen bürokratischen Vorgaben dauerhaft verschone, so der Landrat.

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