Hunderte Besucher beim Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz

Lautlos auf Tempo 200

„Es war lautlos, es war faszinierend“: Der Langwedeler Erich Becker nach der Landung im Segelflugzeug.

Verden - Ein wenig skeptisch war er eingestiegen, mit einem breiten Lächeln kletterte er einen Schnupperflug später wieder heraus. „Den Windenstart im Segelflugzeug hatte ich mir turbulenter vorgestellt. Aber es war ruhig, es war lautlos, es war faszinierend. Auf jeden Fall wieder.“

Der Langwedeler Erich Becker gehörte zu den ersten, die bei strahlendem Sonnenschein am Tag der offenen Tür des Verdener Luftfahrt-Vereins das breite Angebot auf sich wirken ließen und natürlich auch im Cockpit Platz nahmen: Becker durfte bei Bastian Eckelmann, Vorjahresteilnehmer der deutschen Meisterschaften, eine Runde mitfliegen.

Hunderte von Besuchern ließen sich einen kleinen Rundflug ebenfalls nicht nehmen, der Flugplatz Scharnhorst entwickelte sich zum Mekka der Fluginteressierten und der Veranstalter reagierte hochzufrieden. „Die gute Resonanz hat gezeigt, dass der Luftsport im Trend liegt. Wir werden eine solche Veranstaltung auf jeden Fall wiederholen“, zog Organisator Daniel Dibbern ein positives Fazit.

Welche Geschwindigkeiten erreichen die Flugzeuge, wie reagiert der Höhenmesser, wofür brauche ich das Rundinstrument, das Variometer? Das waren die am häufigsten gestellten Fragen derjenigen, die sich für das Hobby Luftsport interessierten. Geduldig antworteten und erklärten die zwölf ehrenamtlichen Verdener Fluglehrer jedes Anliegen. Ein paar Interessierte wurden direkt mit zum Start genommen.

Hoch oben gab es erste Versuche eines koordinierten Kurvenflugs, des Höhehaltens und der Orientierung ohne Hinweis- und Ortsschilder. Ob der familienfreundliche Viersitzer, der neue Motorsegler, die robuste Cessna-Schulungsmaschine oder das trendige Ultraleichtflugzeug – überall scharten sich Menschentrauben auf dem Flugplatz und zeigten sich begeistert von den verschiedenen Modellen.

„Erst wollte ich nicht, aber dann war ich froh , dass ich doch noch eingestiegen bin. Ich konnte bis nach Bremen sehen, über die Aller und die Weser, und das Schwimmbad habe ich auch entdeckt,“ sagte der Achimer Kieron Nänicke, der gemeinsam mit seinem Bruder Mattis und Papa zum Rundflug aufgebrochen war. Die Reaktion „Können wir gleich noch einmal machen“, war kein Einzelfall.

Mit einem breiten Lächeln stieg der Kirchlintelner Dirk Leesmann aus dem Segelflieger aus. „Ich hab einen Gutschein zum fünfzigsten Geburtstag erhalten. Ein wunderschöner, sehr ruhiger Flug. Ich kann es nur empfehlen.“ hk

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