Laëtitia Duval aus Saumur absolviert Praktikum bei der Vemag / Gastgeber für 2016 gesucht

„Ich würde gerne bleiben“

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Entspannte Runde: Hans-Peter Marsch, Laëtitia Duval, Petra Siedentopf-Huxol, Marie Odile Zepp und Lutz Brockmann (v.l.).

Verden - Die Partnerschaft zwischen Verden und Saumur lebt. Jüngstes Beispiel dafür bietet Laëtitia Duval aus einem Stadtteil von Saumur, die im Rahmen der Partnerschaft ein sechswöchiges berufliches Praktikum bei der Firma Vemag absolviert. Nun geht ihr Aufenthalt zu Ende.

Gemeinsam haben Stadt Verden und Partnerschaftsverein Verden-Saumur dabei geholfen, das entsprechende Unternehmen zu finden und außerdem für Unterkunft in den Familien gesorgt. Michaela Konrad-Brüning und Karl-Heinz Brüning, Eva-Maria und Hans-Peter Marsch sowie Marie Odile und Rolf Zepp nahmen die junge Französin gern bei sich auf.

Am heutigen Freitag ist bereits der letzte Praktikumstag, am Sonntag tritt Laëtitia die Heimreise an. „Ich bin sehr traurig. Es war so schön hier“, sagte die 19-Jährige gestern Vormittag im Gespräch mit Bürgermeister Lutz Brockmann. Er hatte die junge Frau samt Gasteltern sowie Ausbildungsleiterin und Assistentin der Vemag-Geschäftsführung, Petra Siedentopf-Huxol, zu einem kleinen Empfang eingeladen.

„In der Tat, ich würde gerne bleiben“, sagte sie freimütig. Und dann erzählte sie, dass sie schon als Kleinkind bei der in Kaiserslautern lebenden Großmutter mit Deutschland in Berührung gekommen sei und dass sie im Alter von vier bis elf Jahren mit den Eltern und ihrer älteren Schwestern in Vinningen-Schwenningen gelebt habe. Dennoch habe der erneute Aufenthalt in Deutschland – sie war erstmals in Verden – ihr sprachlich noch einmal viel gebracht. „Die Unterhaltung ist für mich kein Problem mehr. Ich fühle mich so wohl hier; mehr noch als in Frankreich.“

Viel hat Laëtitia, die im kommenden Frühjahr ihre Ausbildung als Assistent-Managerin an der Fachhochschule Saint Louis Saumur abschließt, bei ihrem sechswöchigen Aufenthalt erlebt, unter anderem das Leben in drei Familien. „Alle waren sehr nett zu mir. Es hat mir überall gut gefallen“, resümierte sie.

Nicht minder abwechslungsreich hat sich ihr Praktikum gestaltet, denn Laëtitia hat in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens, in den Bereichen Personal, Marketing und Vertrieb sowie im Kundencenter und in der Zentrale hospitiert. Ihre Gastgeber und Arbeitskollegen haben ihr außerdem die Umgebung gezeigt. Sie war in Bremen, Hamburg und Berlin, wo sie erstmals in ihrem Leben U-Bahn gefahren ist.

Vermissen werde sie die herzliche Atmosphäre, sagt sie, und nicht nur die Freundlichkeit am Arbeitsplatz und in den Gastfamilien. Auch das deutsche Essen, vor allem Schnitzel, und ein bestimmtes Haarshampoo in einer weiß-rosafarbenen Flasche, das es in Frankreich nicht gibt, werde ihr fehlen. Einzig das typisch norddeutsche Gericht Kohl & Pinkel habe ihr nicht geschmeckt. „Von den Dingen, die ich mag, habe ich aber reichlich eingekauft und ich fahre mit zusätzlichen Taschen nach Hause“, erzählte sie schmunzelnd.

Für Laëtitia ist jetzt schon klar, dass das nicht ihr letzter Verden-Besuch war. „Ich kann mir vorstellen, hier auf Dauer zu leben und zu arbeiten“, sagte sie. Und Siedentopf-Huxol verriet, dass die Vemag sie durchaus gerne behalten hätte. Ein erstes, unverbindliches Gespräch „in diese Richtung“ habe bereits stattgefunden.

Eine positive Bilanz des Besuchs zog auch Brockmann, und seine Mitarbeiterin Odile Maiwald wies darauf hin, dass im kommenden Jahr drei Studenten einen Praktikumsplatz und Gastfamilien für den Zeitraum vom 16. Mai bis 24. Juni in Verden suchen.

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