Hans-Maaß-Weg in Verden

Stufen kommen weg: Langes Gefälle statt steile Rampe

Der Hans-Maaß-Weg in Verden.
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Eine Hürde für Rollifahrer und Menschen mit Gehbehinderung: Der Hans-Maaß-Weg endet vor der Straße Meldauer Berg und führt weiter in Richtung Karl-Luhmann-Weg.

Verden – Etliche Jahre hat der Hans-Maaß-Weg auf dem Buckel. Trotz seines Alters durchaus noch relativ gut in Schuss, hat die Verbindung doch das eine oder andere Hindernis zu bieten. Die sollen aus dem Weg geräumt werden. „Schon länger wurde der Wunsch aus dem Wohnumfeld geäußert, da etwas zu machen“, so Rainer Kamermann vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün. Er meint damit den steilen Aufstieg zum Meldauer Berg.

Wann genau die Pflasterung, die vom Borsteler Weg über den Zebrastreifen am Meldauer Berg und dann weiter bis zum Karl-Luhmann-Weg führt, verlegt wurde, ist auf den Tag nicht genau zu ermitteln. „Es müsste in den 1960er-Jahren gewesen sein“, vermutet Rainer Kamermann. Als Weg zur Jahnschule, zur damaligen Haupt- und der angrenzenden Realschule, dürfte also so manch gegenwärtige Oma oder Opa die Verbindung schon als Grundschüler genutzt haben und davon ihren Enkel erzählen, die sie heute zu den besagten Schulen begleiten. Doch während der Enkel den Weg im flotten Trab nehmen dürfte, werden die Großeltern vielleicht über die eine oder andere Stufe schimpfen.

Hans-Maaß-Weg: Eigentlich nur für Fußgänger gedacht

Blick vom Borsteler Weg in den Hans-Maaß-Weg. Die Verbindung ist für viel Kinder auch Schulweg.

Und nicht nur das: Offiziell gedacht ist der Weg für Fußgänger, ein Verkehrszeichen macht darauf aufmerksam. Dennoch wird dort auch geradelt. Allerdings ist das erst recht ein Abenteuer und – besonders im Dunkeln – nicht ungefährlich. Denn wer als Radler aus Richtung Borsteler Weg auf dem Hans-Maaß-Weg Fahrt aufnimmt, sollte nach rund 100 Metern rechtzeitig die Bremse ziehen. Kurz vor dem Meldauer Berg wird aus dem bis dahin vergleichsweise ebenen Pflaster eine Steintreppe. Zehn Stufen, breit angelegt, die auf die Straße Meldauer Berg führen. Mit dem Rad ist das Hindernis für geübte Biker vielleicht noch zu nehmen, alle anderen sollten unbedingt absteigen. Oder können, wenn sie gut in Form sind, eine steile Rampe nutzen. Auch das durchaus ambitioniert und nicht ungefährlich.

Der Weg ist nicht barrierefrei - soll es aber werden

Was für die Radler gilt, macht älteren Fußgängern, Gehbehinderten und vor allem Rollstuhlfahrern tagtäglich zu schaffen. „Der Weg ist nicht barrierefrei“, sagt auch Kamermann. Und genau da wollen die Verantwortlichen ansetzen. Die Treppe kommt komplett weg und wird durch eine Rampe ersetzt“, so Kamermann. Nur ausbauen und durch eine steile Anfahrt ersetzen, wäre allerdings zu einfach gedacht. „Wir müssen deutlich vor der Treppe beginnen, um das Umfeld anzugleichen“, erklärt der Fachbereichsleiter. Etwa sechs Prozent Gefälle sind in dem Bereich erlaubt. Auf halber Strecke gibt’s eine kleine Zwischenebene, die dem Abgang zudem etwas Schwung nimmt und wo Rolli oder auch Menschen mit Gehbehinderung und mit Rollatoren ein kleines Päuschen einlegen können.

Hans-Maß-Weg: Statt Stufen ein leichtes Gefälle mit Zwischenebene

Mit den Arbeiten soll noch in diesem Sommer begonnen werden, so der Plan der Verwaltung. Die Kosten für die Umsetzung liegen im vierstelligen Bereich und werden aus dem städtischen Topf für Straßenunterhaltung beglichen, sagt Kamermann.

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