Ein neues Einsatzfahrzeug war lange überfällig / Feierstunde vor der neuen Garage

Lange Wartezeit für die DLRG

Regina Tryta (Erste Kreisrätin), Sebastian Reinbott (DLRG-Vorsitzender), Sören Baumann und Jens Ziethmann (beide technische Leiter) bei der Fahrzeugübergabe (v.l.) am Erlebnisbad Verwell. - Fotos: Bruns

Verden - Einen langen Atem brauchten die Taucher der DLRG Verden, um das dringend benötigte Einsatzfahrzeug zu bekommen. Rund sechseinhalb Jahre nach ihrem ersten Antrag können sie jetzt aufatmen. Das Fahrzeug wurde ihnen vom Landkreis Verden finanziert.

Am Freitagabend folgte die offizielle Schlüsselübergabe durch die Erste Kreisrätin Regina Tryta an Sebastian Reinbott, Vorsitzender der rund 500 Mitglieder zählenden Ortsgruppe.

Gäste aus Politik, Verwaltung sowie Vertreter aus anderen Hilfsorganisationen, wie THW und Feuerwehr waren zu der Feierstunde gekommen. Darunter Bürgermeister Lutz Brockmann, Jochen Weiland, Geschäftsführer der Stadtwerke, und Hinrich Rache, Leiter des DLRG-Bezirks Aller-Oste.

Eingeweiht wurde am Freitag auch eine neue Garage auf dem Gelände des Verdener Schwimmbades Verwell. Diese war erforderlich geworden, weil das Vorgänger-Modell der Ortsgruppe erhalten bleibt und künftig für die Jugendarbeit genutzt werden soll. Mit viel Eigenleistung und finanzieller Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Verdener Sportvereine (AVS) wurden die Bauarbeiten bewältigt.

Der neue Mercedes Benz Sprinter (165 PS/2,1 Liter Hubraum/5 Tonnen) bietet im Gegensatz zu dem vorherigen 2,8 Tonnen-Fahrzeug die Möglichkeit, die für Rettungseinsätze erforderliche und in den vergangenen Jahre durch neue Bestimmungen häufig erweiterte Ausrüstung mitzuführen. Trockentauchanzüge, Tauchertelefon, Unterwasserhebekissen sind nur drei Dinge, die für die Einsatzfähigkeit notwendig sind und der Sicherheit der Rettungskräfte dienen. Doch dem Land war es offenbar nicht möglich, den Ehrenamtlichen das notwendige Fahrzeug zu finanzieren. Der Landkreis trägt jetzt die Kosten von rund 90 000 Euro.

„Sie mussten lange auf ein neues Fahrzeug warten und ich bedanke mich, dass Sie sich neben Ihrer eigentlichen Aufgabe auch immer wieder darum gekümmert haben, dass das vorhandene Fahrzeug funktionstüchtig bleibt“, so Tryta in ihrem Grußwort.

Die DLRG-Ortsgruppe Verden zählt zu ihren Mitgliedern unter anderem 28 Bootsführer, zwölf Einsatztaucher, 25 Sanitätshelfer und Sanitäter, drei Rettungssanitäter, drei Rettungsassistenten und einen Arzt. Waren es in den letzten Jahren zwischen zwei und acht Einsätzen, die sie hatten, erhöhte sich deren Anzahl im Jahr 2015 auf 13. Grund dafür war die geleistete Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen, wofür Regina Tryta dankte. „Sie und andere Organisationen haben dabei schnell, selbstlos und unbürokratisch Hilfe geleistet“, betonte sie. - wb

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