Blender und Fischerhude

Polizei und Jugendschutz kontrollieren bei Feiern zum 1. Mai

Landkreis - Der Landkreis Verden und die Polizeiinspektion Verden/Osterholz werden auf den Veranstaltungen zum Tanz in den Mai die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen kontrollieren. Das geht aus einer gestern gemeinsam veröffentlichten Pressemitteilung hervor.

Die Veranstalter, die Securitymitarbeiter und die Wirte der beiden großen Feste in Fischerhude und Blender würden an einem Strang ziehen, wenn sie das Ziel verfolgen, dem exzessiven Alkoholkonsum bei Jugendlichen entgegenzuwirken. Zuviel Alkohol bedeute immer, dass im Rausch Straftaten und Ordnungswidrigkeiten begangen werden. „Wir haben 2014 sehr positive Erfahrungen bei der Umsetzung des Konzepts gemacht“, sagte Jürgen Brüns, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes bei der Polizei in Achim.

In Fischerhude und Blender hätten die Jugendschutzteams im vergangenen Jahr diverse Spirituosen von Jugendlichen vernichtet oder sichergestellt. „Unser Vorgehen dürfte dazu beigetragen haben, dass keiner mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden muss“, fügte Brüns hinzu. Daher wird die Polizei am Veranstaltungstag in Fischerhude und Blender jeweils mit einer angemessenen Anzahl von Beamten dafür sorgen, dass es zu keinen negativen Auswüchsen kommen wird.

Heike Nodorp, Jugendschutzbeauftragte des Landkreises Verden, führt mit den örtlichen Ordnungsämtern und der Polizei auf den Festgeländen sowie im Umfeld Jugendschutzkontrollen durch. Nicht altersgerechte mitgebrachte Alkoholika werden im Bedarfsfall sichergestellt beziehungsweise ausgekippt. Angetrunkene Jugendliche müssen damit rechnen, dass ihre Erziehungsberechtigten aufgefordert werden, sie abzuholen, um Gefahren für ihr Wohl während der Veranstaltung oder auch danach auf dem Heimweg auszuschließen.

Beratungsangebote für Erziehungsberechtigte

Der Fachdienst Jugend und Familie des Landkreises macht anschließend den Erziehungsberechtigten Beratungs- und Unterstützungsangebote. Verfahren werden gegen Erwachsene, die den Jugendlichen verbotenen Alkohol verschafft haben, eingeleitet. Die beauftragte Security ist zur Durchsetzung des Jugendschutzgesetzes ebenfalls sensibilisiert.

„Wir ziehen da alle an einem Strang“, erklärte Nodorp, die auf folgende Regelungen hinweisen möchte: In Blender gibt es landkreisweit die einzige Ausnahme. Dort dürfen ortsansässige unter 16-Jährige im Beisein der Eltern das Fest besuchen. Über 16-Jährigen ist der Aufenthalt allein und ohne „Muttizettel“ bis 1 Uhr erlaubt. Ohne gültigen Personalausweis ist kein Einlass möglich. Sonderbusverbindungen ab 1 Uhr wurden von Wirt Sven Sottorf organisiert. Für zwei Euro pro Person kommen alle wieder nach Hause. Weitere Informationen zum Shuttleservice gibt es unter www.allerbus.de.

„Gäste und die unterschiedlichen Verantwortlichen verbindet ein Ziel: Alle Altersgruppen sollen zwei schöne und friedliche Traditionsveranstaltungen erleben können“, heißt es in dem Schreiben.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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