Wo das Mausohr jagt

Neue Natur- und Landschaftsschutzgebiete in Kirchlinteln und Verden

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Das große Mausohr und andere Fledermausarten sollen in ihrem Jagdgebiet im Wedeholz einen geschützten Naturraum finden. 

Landkreis Verden - Um die europäischen Vorgaben der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie umzusetzen, sollen vier weitere Natura 2000-Gebiete im Landkreis Verden als Natur- beziehungsweise Landschaftsschutzgebiete gesichert werden. Für Kirchlinteln und Verden hat die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Verden jetzt die Verordnungsentwürfe vorgelegt.

Geplant sind die Naturschutzgebiete „Wedeholz“ und „Mausohrjagdgebiet Lindhoop“ in der Gemeinde Kirchlinteln, das Landschaftsschutzgebiet „Poggenmoor“ in der Stadt Verden und das Naturschutzgebiet „Waller Flachteiche“, das sich über beide Gemeinden erstreckt.

Mit 183 Hektar ist das Naturschutzgebiet „Wedeholz“ nordöstlich der Ortschaft Holtum (Geest) das größte Areal. Das am Ortsrand von Kirchlinteln liegende „Mausohrjagdgebiet Lindhoop“ umfasst zirka 32 Hektar. Bei beiden Bereichen handelt es sich fast ausschließlich um Landeswald. „Die Unterschutzstellung dient dem Erhalt und der Entwicklung von Eichen- und Buchenwaldbeständen“, so die zuständige Naturschutzbehörde. Gleichzeitig sollen die Bechsteinfledermaus, die stark an den Wald gebunden ist, und das Große Mausohr, das den Wald als Jagdrevier nutzt, durch die Unterschutzstellung in ihren Populationen erhalten werden.

Die „Waller Flachteiche“ liegen zwischen den Ortschaften Walle und Holtum (Geest). Das Gebiet mit einer Größe von rund 23 Hektar dient dem Schutz einer durch Sandabbau entstandenen Teichlandschaft und ihrer Umgebung als Lebensraum vieler schutzbedürftiger Tier- und Pflanzenarten. Vor allem der Kammmolch und viele weitere Amphibien nutzen die Teiche als Laichbiotop.

Der Bereich „Poggenmoor“ ist mit rund 16 Hektar das Kleinste der geplanten Schutzgebiete. Es liegt nördlich des Golfplatzes Verden-Walle am Oberlauf der Halse und ist durch eine wertvolle Grünland- und Magerrasenvegetation sowie umliegende Waldflächen geprägt.

Die Verordnungsentwürfe nebst Karten und Begründung werden in Kürze bei den betroffenen Gemeinden öffentlich ausgelegt. Über Ort und Zeit der Auslegung informieren die Gemeinden. Auch beim Landkreis Verden können die Unterlagen ab sofort eingesehen oder auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-verden.de abgerufen werden.

Anregungen und Bedenken können während der Auslegungszeit an die Gemeinden oder direkt an den Landkreis Verden als untere Naturschutzbehörde gerichtet werden. Nach Abschluss der Auslegung werden alle eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet. In Zusammenarbeit mit den politischen Gremien des Kreistages werden sie in die endgültigen Verordnungstexte und Karten für den Beschluss im Kreistag eingearbeitet.

Fragen, Anregungen und Einwände nimmt die Naturschutzbehörde beim Landkreis entgegen. Ansprechpartnerinnen sind Antje Mahnke-Ritoff, Telefon 04231/15-757, Ulrike Hoffmann, Telefon 15-239, und Claudia Klatt, Telefon 15-728.

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