Geöltes Uhrwerk für Ernstfälle

Katastrophenschutz: Organisationen stellen sich im Ausschuss vor

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Der Einsturz in Dauelsen hatte diverse Organisationen aus dem Katastrophenschutz auf den Plan gerufen.

Landkreis - Die Zuwanderungswelle hatte den Katastrophenschutzstab über Monate in Trab gehalten. Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienste haben die Probleme mit dem Landkreis gemeinsam gelöst. Dieses schlagkräftige Zusammenspiel der Organisationen ist nicht zufällig.

Warum das Räderwerk so gut funktioniert und wie die Verzahnung gestaltet ist, wurde im Brandschutzausschuss des Kreistags deutlich. Vertreter der Organisationen bis hin zum Kreisverbindungskommando zur Bundeswehr stellten ihren Beitrag vor und zeichneten das Bild eines geölten Uhrwerks für den Ernstfall.

Landkreis bisher von großen Katastrophen verschont

Von den ganz großen Katastrophen ist der Landkreis bislang glücklicherweise verschont geblieben. Dennoch haben die verschiedenen Hilfsorganisationen, die eine Rolle im Katastrophenschutzplan des Landkreises haben, mehr zu tun, als bereit zu sein. Von steigenden Einsatzzahlen berichtete nicht nur Sören Baumann vom DLRG.

Die ausgebildeten Wasserretter und -helfer seien in den zurückliegenden Jahren bei Bootshavarien oder Badeunglücken in Aller und Weser gerufen worden. Nicht gerade die Rettungsschwimmer, aber so ziemlich alle anderen Organisationen waren im Einsatz, als vor ein paar Wochen in Verden-Dauelsen eine Scheune eingestürzt war. Feuerwehren stellten sicher, dass keine weiteren Schäden entstehen. Das Technische Hilfswerk (THW) war mit Räumgerät vor Ort und konnte beruhigen, dass kein weiterer Einsturz zu befürchten sei. „Dazu haben wir eigens Baufachleute“, erklärte Fabian Schaffhausen, Geschäftsführer der Geschäftsstelle in Verden. Rotes Kreuz und Johanniter sorgten dafür, dass Verletzte, auch verunglückte Helfer, versorgt werden konnten. Im Ausschuss erinnerten DRK-Kreisvorsitzender Jörg Bergmann und Jan Klaassen von der Unfallhilfe daran. Neben dem Rettungsdienst übernehmen beide Organisationen noch Aufgaben in Zivilschutz und Versorgung.

In den schlimmsten Fällen würde Unterstützung der Bundeswehr angefragt werden

Gefahrenabwehr, allgemeine Sicherheit und Terrorismusbekämpfung sind Daueraufgaben der Polizei, ergänzte Oberkommissar Joachim Braun das Bild. Und wenn die örtlichen Organisationen in einer schwierigen Lage nicht mehr weiter kommen, bleibt noch der Ruf nach den technischen Möglichkeiten und der Manpower der Bundeswehr. „Die Kontaktadresse dafür ist das Kreisverbindungskommando“, machte der Leiter in Verden, Oberstleutnant Olaf Schlemminger, deutlich. 

„Wir sind gut aufgestellt“, war denn auch Hans-Hermann Fehlings Überzeugung. Der Kreisbrandmeister meinte ebenso die Schlagkraft des Katastrophenschutzes wie die Kreisfeuerwehr als Teil des Gesamtplans. Mit ihren Fachkreisen deckt sie noch nicht vorgehaltene Bereiche wie Gefahrgut, Ölunfall und Höhenrettung ab. Auch auf die Bereitschaft, vorbeugende Bereiche für den Brandschutz, das Fahrsicherheitstraining bis hin zur Notfallseelsorge wies der Feuerwehrsprecher hin.

kle

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