Blaues-Band-Projekt nähert sich der Umsetzung / Flächentausch und -ankauf

Landkreis Verden: Zustimmung für AllerVielfalt im Sommer

Blick auf die Aller in Verden.
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Millionen Euro ins blaue Band: Die ehrgeizige Aller-Renaturierung soll schon bis zum Sommer mit weiteren politischen Beschlüssen unterfüttert werden.

Verden – Das im vergangenen Jahr beschlossene Renaturierungsprojekt für den Verlauf der Aller im Kreisgebiet rückt seiner Umsetzung näher. Während der Kreistag im Juli den Weg für Grundstücksankäufe und Flächentausch freimachen will, erwartet die Verwaltung, dass die Bewilligung des Projektes vom Bundesamt für Naturschutz noch im Sommer eintrifft.

Kreistag will im Juli den Weg für Grundstücksankäufe und Flächentausch freimachen

Zehn Jahre, so erwarten die Projektpartner Nabu Deutschland, Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) und Landkreis, wird der naturnahe Umbau des Flusslaufs und seiner Aue dauern. Grobe Kostenschätzungen gehen von etwa 30 Millionen Euro aus, die das Vorhaben kosten wird. Ein Großteil der Mittel sollen aus dem Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ kommen. Die im „Förderprogramm Auen“ angesiedelte Unterstützung der Bundesministerien für Umwelt und Verkehr soll dazu beitragen, die Flussauen an Bundeswasserstraßen als Zentren der biologischen Vielfalt und als Achsen des Biotopverbundes naturnah zu entwickeln. Im vergangenen Jahr hatten Nabu, GDWS und Landkreis ihre Kooperation mit einer Vereinbarung besiegelt. Die Bewilligung soll in den nächsten Wochen vom Bundesamt für Naturschutz kommen.

Bewilligung soll in den nächsten Wochen vom Bundesamt für Naturschutz kommen

Im Rahmen des Projektes sind auch der Ankauf oder der Tausch von Flächen geplant. Immerhin sind 90 Prozent der Flussaue in Privatbesitz. Als die Projektpartner Anfang Oktober ihre Vereinbarung feierlich unterschrieben haben, war darin schon festgelegt, dass der Landkreis das Grundstücksgeschäft abwickeln soll. Damit die Verwaltung und mit ihr Projektleiter Thomas Arkenau auch handeln können, wenn ihnen, wie bereits geschehen, Grundstücke angeboten werden, soll die untere Naturschutzbehörde im Kreishaus zum Ankauf oder Tausch der Besitzverhältnisse ermächtigt werden. So jedenfalls schlägt sie es dem Kreistag vor. In seiner nächsten Sitzung, die allerdings erst am 16. Juli angesetzt ist, soll der Kreistag entscheiden.

In seiner Sitzung am 16. Juli soll der Kreistag entscheiden.

Der Erwerb der Flurstücke und alle anderen Maßnahmen fördern das Land Niedersachsen und die Bundesrepublik. „Nabu und Landkreis tragen zusammen nur einen Eigenanteil von fünf Prozent der Gesamtkosten“, erläutert die Verwaltung.

Dem Landkreis Verden seien bereits vereinzelt Flächen angeboten worden. Weil aber die Bewilligung aus Berlin noch nicht vorliegt, könne der Ankauf nicht aus dem Projekt finanziert werden.

Dem Landkreis Verden seien bereits vereinzelt Flächen angeboten worden

Bis die Zusage aus der Bundeshauptstadt eintrifft, müssten daher angebotene Flächen von Dritten, der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) und dem Amt für regionale Landesentwicklung (ArL), angekauft und zwischenfinanziert werden, um eine spätere Förderung im Rahmen des Projektes zu ermöglichen.

Später sollen die Flächen an den Landkreis Verden übertragen und aus Projektmitteln finanziert werden. Eine bereits ausgearbeitete Vereinbarung mit der NLG stellt sicher, dass nur Zielflächen oder geeignete Tauschflächen erworben werden. Und im schlimmsten Fall, dass das Projekt keine Zustimmung erhält, sollen die erworbenen Flächen später mit Kompensationsmitteln der unteren Naturschutzbehörde aufgekauft werden. Durch die Einzelzustimmung sei auch sichergestellt, dass nicht mehr als die für diese Zwecke zur Verfügung stehenden Mittel verwendet werden.

Das ArL in Lüneburg werde sich ebenfalls mit der unteren Naturschutzbehörde abstimmen, teilt die Verwaltung mit. Die Behörde entscheidet im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben aber selbst über seine Grunderwerbsvorgänge.  kle

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