„So einen Einsatz hatten wir noch nie“

Strahlen-Alarm in Verden: Pinkel-Pause löst Großeinsatz aus

Aufregung in Verden: Einsatzkräfte der Feuerwehr rücken mit einem Großaufgebot zu einem Wertstoffhof an. Die Suche nach der Ursache führt die Retter auf die Toilette.

Verden – Großeinsatz in Verden am Freitagvormittag, 24. September 2021: Die Einsatzkräfte werden zu einem Wertstoffhof gerufen. Ein Mitarbeiter hatte bei einer Routine-Kontrolle einen hohen Strahlungswert gemessen – und alarmierte daraufhin sofort die Feuerwehr.

Mit einem Großaufgebot ist die Feuerwehr Verden am Freitagvormittag zu einem Wertstoffhof angerückt. Vorher wurde dort Strahlung gemessen.

Die rückte mit einem Großaufgebot an. Einsatzstichwort: „Gefahrenstoff-Unfall“. „Egal ob atomar, chemisch oder biologisch – für die Einsatzkräfte bedeutet das: höchste Vorsicht“, sagte Christof Dathe, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Verden. Ein großer Bereich wurde abgesperrt, Retter gingen nur im Strahlenschutzanzug auf das Gelände.

Pinkel-Pause löst Großeinsatz in Verden aus: „So einen Einsatz hatten wir noch nie“

Doch es war kein verstrahlter Müll etwa, der das Messgerät des Mitarbeiters ausschlagen ließ: Die Ursache fanden die Helfer an einer anderen Stelle: auf der Toilette. Dort hatte sich offenbar ein Kunde am Morgen erleichtert. „Er hatte vorher ein Kontrastmittel gespritzt bekommen“, so Christof Dathe.

Kontrastmittel werden in der Medizin unter anderem für Röntgen- oder CT-Untersuchungen verwendet. Sie enthalten einen hohen Iod-Anteil und sind somit strahlenbelastet. Dies sei keine radioaktive Strahlung, bestätigte Feuerwehrsprecher Max Bomhoff auf Nachfrage von kreiszeitung.de.

Strahlen-Alarm in Verden: 130 Kräfte im Einsatz

Pech für den Kunden: Sein Urin war kontaminiert und brachte das Strahlen-Messgerät zum Ausschlagen. „So einen Einsatz mit diesem Hintergrund hatten wir noch nie“, resümiert Feuerwehr-Sprecher Dathe.

Die Max-Planck-Straße blieb für die Dauer der Einsatzmaßnahmen für rund 2,5 Stunden gesperrt. Es waren rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei im Einsatz.

Anmerkung: In einer ersten Version dieses Artikels haben wir berichtet, dass in der Medizin auch radioaktive Kontrastmittel zum Einsatz kommen, ohne diese Mittel mit dem Vorfall in Verden in Verbindung zu bringen. Der Aufbau des Absatzes ließ diesen Schluss aber zu. Da in diesem Fall kein solches Mittel vorlag, haben wir diesen Abschnitt aus dem Text entfernt, um Irritationen zu vermeiden. Das in der ersten Version des Artikels genannte MRT-Kontrastmittel Ga­do­li­ni­um ist ebenfalls nicht radioaktiv. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kai Moorschlatt

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