Perfekter Abend im Ehmken Hoff

Landfrauen feiern 70 Jahre Vereinsgeschichte

Die Stedorfer Theaterbühne spielte die Hausfrau von gestern.

Verden - Die Verdener Landfrauen bestehen seit 70 Jahren. Zum Jubiläum haben sie sich ein schönes Geburtstagsfest geschenkt und auf dem Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden ausgelassen und fröhlich gefeiert. Für die Unterhaltung hatten die Damen den Sänger Tobias Bertzbach mit seinem Pianisten Lennard Bertzbach engagiert, die mit Liedern der 20er- und 30er-Jahre unterhielten. Die Sketchvorträge der Stedorfer Theaterbühne trugen zur Belustigung und zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Die Vereinsvorsitzende Susanne Bostelmann und die Kreisvorsitzende Annameta Rippich sprachen Grußworte. Von den Landfrauen Helga und Anneliese wurde ein humorvoller Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte präsentiert, der an besondere Persönlichkeiten und Unternehmungen des Vereins, wie Reisen, Hilfe bei Aktivitäten und vieles mehr erinnerte.

Backen, Kochen und Handarbeiten? Von wegen! Noch immer haftet den Landfrauen ein nostalgisch-verklärtes, aber auch verstaubtes Image an. Obwohl sie inzwischen seit sieben Jahrzehnten im Verein organisiert sind. Was vor 70 Jahren auf Bestreben der Landwirtschaftslehrerin Johanna Tacke und zunächst wenigen engagierten gleichgesinnten Frauen begann, hat sich mittlerweile zu einem Verein mit annähernd 500 Frauen aus Verden und den umliegenden Gemeinden entwickelt.

Ausgebildete Bäuerinnen oder Hauswirtschafterinnen stellen inzwischen eher die Minderheit dar. „Bei uns sind alle Berufsgruppen vertreten, von der Erzieherin über Beamtinnen oder Angestellte bis zur Akademikerin“, hieß es. Trotz des Höfesterben sei man nicht von Nachwuchsmangel bedroht. War man früher zusammen gekommen, um dem häuslichen Einerlei zu entfliehen, so trifft man sich heute zu informativen und kulturellen Veranstaltungen oder zu sportlich/kreativen Aktivitäten.

Drei Landfrauenvorsitzende: Birgit Stöver, von 1996 bis 2012, Elisabeth Köster, von 1957 bis 1972, und Susanne Bostelmann, die heute verantwortlich ist (v.l.). - Fotos: Niemann

Im Wandel der Zeit hat sich auch das Spektrum gewandelt. Ein Blick in das Jahresprogramm der Landfrauen zeigt die Vielfalt. Standen früher Koch- und Backtreffen im Mittelpunkt, so fährt die Landfrau heute nach Berlin, um den Bundestag oder Museen zu besuchen oder hört Vorträge in Unternehmen, um sich dort über Arbeitsprozesse und Produktionsleistung zu informieren.

„Das Alter unserer Mitglieder liegt aktuell zwischen 40 und 80 Jahren. Im Grunde gilt die Devise, einmal Landfrau, immer Landfrau“, so Vorstand Helga Hustedt.

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