Melanie Noack aus Hönisch freut sich

Verdener Stadtmarathon am 15. Juni: Landesmeisterin am Start

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Auf dem Siegertreppchen. Für Melanie Noack inzwischen ein Stammplatz.

Verden - Von Jürgen Thiele. „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, beim ersten Marathonlauf in Stockholm 2016 über die Ziellinie dieser Distanz zu laufen: Ein Moment voller Gänsehaut, Glück, Adrenalin und Tränen.“ Dieser Lauf wird Melanie Noack aus Hönisch immer in Erinnerung bleiben.

Auch, weil sie unterstützt wurde von einer „fantastischen Frauengruppe, die mich förmlich ins Ziel hineintrug, ein unvergessliches Erlebnis“. Ähnliches erhofft sich die Läuferin auch beim diesjährigen Verdener Stadtlauf am 15. Juni, wenn sie über die Zehn-Kilometer-Strecke im Trikot des Veranstalters, der Leichtathletik Gemeinschaft Kreis Verden (LGKV), an den Start geht. 

Dafür hat sie aktuell ein besonderes Ergebnis aufzuweisen: Sie ist vor 14 Tagen bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften in Molbergen Meisterin über 5000 Meter geworden, eine Empfehlung für das Abschneiden beim Verdener Stadtlauf.

Aber auch dieses Ergebnis kam nicht unerwartet für die 38-jährige Mutter von drei fast erwachsenen Töchtern. Auch der Sieg beim Sottrumer Abendlauf ließ schon eine gute Platzierung erwarten. Hatte sie zunächst von Freunden vom Stadtlauf erfahren, so war die Teilnahme am Lauf der Jahre 2016 und 2017 selbstverständlich.

Zuschauer sollen für tolle Stimmung sorgen

Melanie Noack: „Der Lauf wird von vielen engagierten Helfern super organisiert und an der Strecke begleitet von Menschen, die mitfiebern, anfeuern, jubeln und Spaß haben, wie die Läufer selbst.“ Sie hofft jedenfalls wieder auf eine mitreißende Stimmung am Rande der Strecke.

Unter die ersten Fünf ihrer Altersgruppe möchte Melanie Noack schon kommen, und das trauen ihr viele zu. Die Studentin an der Bremer Uni hat mehrere sportliche Aktivitäten zu bieten, neben dem Laufen auch Rennradfahren, Yoga und Pilates.

In den Sportarten entstehen neue Freundschaften, die sie sehr bereichert haben, und für die sie dankbar ist. Auf neue Freunde in weiter Ferne ist die Studentin schon sehr gespannt, wenn sie im Oktober fünf Monate im Rahmen ihres Studiums in Neuseeland verbringt. Da wird sie sich vielleicht ein wenig zurücksehnen an den Hutberger Deich, der ihre Lieblingstrainingsstrecke ist. 

Vorbilder aus der Laufszene

Es gibt aber auch Ausnahmen vom heimatlichen Training. So ist sie im vergangenen Jahr mit einer Gleichgesinnten zur Laufreise von Trainer Andreas Kuhlen nach Kitzbühel gereist. Dabei hat die Unterstützung der Familie im Rücken. Besonders, wenn sie von Ehemann Michael und einer der Töchter begleitet wird.

Klar, dass ihre Vorbilder ebenfalls Läufer sind: Triathlet Jan Frodeno und Deutschlands Evergreen-Läuferin „Mocki“ (Sabrina Mockenhaupt). Und dabei fällt ihr noch ein bekannter Name ein: Nelson Mandela mit seinem Zitat „Sport has the power to change the world“ – „Sport hat die Macht, die Welt zu verändern“.

Ein Blick in die Zukunft vielleicht noch? „Ich möchte Träume und Wünsche nicht auf die nächsten Jahre schieben, denn aus irgendwann wird dann vielleicht ein niemals.“

Das Laufen wird noch lange fester Bestandteil ihres Lebens sein. Das Nahziel ist jetzt erstmal der Verdener Stadtlauf. Auch da gilt ihr persönliches Motto: „Jeder Wettkampf, bei dem ich mit meiner eigenen Leistung zufrieden bin, ist bedeutend.“

Stadtlauf-Anmeldungen bis zum 12. Juni sind möglich über die Homepage der Veranstalter

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