Ministerin sät Blühstreifen ein

Imkermischung Verden: Landeplatz für Insekten

Freuen sich über den Erfolg der „Imkermischung Verden“: Heinrich Kersten, Barbara Otte-Kinast, Dr. Gert Kracke und Jörn Ehlers (v.l.). Foto: Aswald
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Freuen sich über den Erfolg der „Imkermischung Verden“: Heinrich Kersten, Barbara Otte-Kinast, Dr. Gert Kracke und Jörn Ehlers (v.l.).

Bei erfolgreich angelegten Blühstreifen blüht es den ganzen Frühling und Sommer über, was nicht nur zahlreiche Bienen und Insekten, sondern natürlich auch das menschliche Auge erfreut.

Hannover/Verden – Vor dem Landwirtschaftsministerium wird es bunt: Sonnenblumen, Klee und Ölrettich wachsen bald vor dem Gebäude an der Calenberger Straße in Hannover. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast nahm selbst die Ansaat vor. Aus einer Rasenfläche neben den Parkplätzen entsteht nun dank der „Imkermischung Verden“ ein Blühstreifen, teilte die Ministerin mit.

„Jeder kann selbst etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun“, betonte Otte-Kinast. Statt Vorgärten mit grauen Steinen zu dekorieren, sollten die Einwohner Blumeninseln und Randstreifen zum Blühen bringen. „Lebendige Grünflächen sichern das Überleben von Bienen und Insekten“, erklärte die Ministerin. Sie hob besonders das große Engagement von Imker Heinrich Kersten hervor, der die Imkermischung für den Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt hat.

Bei der Arbeit: Imker Heinrich Kersten sät gemeinsam mit Barbara Otte-Kinast die Imkermischung Verden ein.

„Die elf Saatanteile garantieren eine sichere Versorgung mit Pollen und Nektar von Juni bis Oktober“, erklärte Kersten bei dem Termin im Ministerium. Das von ihm initiierte Blühstreifen-Projekt läuft gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden seit drei Jahren. 2016 wurde die Imkermischung erstmals auf einer Fläche von 150 Hektar im Kreis Verden ausgesät. Inzwischen ist das Saatgut aber auch bundesweit ein Erfolg. „Wir erhalten Anfragen von Ostfriesland bis München“, berichtete Kersten stolz.

Ministerin Barbara Otte-Kinast wies auf das Engagement der Landwirte für die Biodiversität hin: In 2018 nahmen mehr als 3 900 landwirtschaftliche Betriebe an Agrarumweltmaßnahmen teil und legten auf 16 800 Hektar Acker einen ein- oder mehrjährigen Blühstreifen an. Für deren Anlage zahlte das Land 2018 mehr als insgesamt 12,5 Millionen Euro aus.

Imker erhalten vom Land Niedersachsen einen Bonus, wenn sie neu beginnen. Seit der Einführung 2011 wurde bei 3 800 Imkern die Anschaffung von 16 000 Völkern gefördert. Im Garten des Ministeriums stehen seit 2015 drei Bienenstöcke. Die Völker werden von Imkerin Tina Heinz von „Hannover summt“ betreut.

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