Land und Kreis sollen Erfahrungen einbringen / Mohr: „Kein uneingeschränktes Hurra“

Mit Erdverkabelung Chance für Neustart

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Mediengruppe Kreiszeitung

Landkreis - Der Netzbetreiber Tennet muss aufgrund des auf Bundesebene beschlossenen Vorrangs für die Erdverkabelung die Planung der Trassenkorridore neu aufsetzen. Der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Adrian Mohr fordert die Landesregierung auf, den Neustart zu nutzen, um sich mit eigenen Vorschlägen einzubringen. Die SPD-Kreistagsfraktion begrüßt die Aussage von Tennet, den Grobkorridor einer Neuplanung zu unterziehen.

Mit Blick auf Niedersachsen äußerte der CDU-Abgeordnete Mohr, das Land habe nun erneut die Chance, sich mit seiner langjährigen raumordnerischen Erfahrung in die Planung einzubringen.

Die Entscheidung der Bundesregierung, der Erdverkabelung gegenüber Freileitungen grundsätzlich Vorrang einzuräumen, werde von der CDU-Landtagsfraktion begrüßt. Mohr bewertet die Entscheidung etwas vorsichtiger: „Erdkabel können bei der Bevölkerung einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Akzeptanz für Stromtrassen leisten. Das ist positiv. Auf der anderen Seite hat eine weitgehende Erdverkabelung erhebliche Folgen für die betroffenen landwirtschaftlich genutzten Flächen. „Es muss dann aber einen angemessenen Ausgleich für die Nutzungseinschränkungen und daraus resultierende Verluste geben”, merkt Mohr an. Dafür werde er sich einsetzen. Ein uneingeschränktes Hurra für eine vorrangige Erdverkabelung kann ich nicht senden”, so Mohr.

SPD-Fraktionschef Heiko Oetjen erklärte: „Diese jetzige Verfahrensweise ist zwangsläufige Folge des Paradigmenwechsels zugunsten des Regelfalls der Erdverkabelung. Nur durch eine umfassende Neuplanung, einschließlich einer neuen Grobkorridoruntersuchung, kann die Variante mit der geringsten Eingriffsintensität ermittelt werden. Die Erdverkabelung und die Neueinleitung des Planverfahrens sind seit jeher eine zentrale Forderung der SPD-Kreistagsfraktion gewesen“, so Fraktionschef Oetjen weiter.

Die SPD-Kreistagsabgeordneten seien sich einig, dass das neue Planverfahren transparent und an den sachlichen Aspekten der Raumplanung orientiert durchgeführt werden müsse. Maßstab der Abwägungen sei hierbei die Minimierung der Belastungen für Menschen und für die Natur.

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