13. Auflage ist in Vorbereitung

Projekt „Tanz macht Schule“: Kurze Videos ersetzen den großen Auftritt

Oberschüler aus Langwedel drehten in Eigenregie ihr Tanzvideo in einer Unterführung.
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Oberschüler aus Langwedel drehten in Eigenregie ihr Tanzvideo in einer Unterführung.

Eine positive Bilanz ziehen die Verantwortlichen nach „Tanz macht Schule“ unter Corona-Bedingungen. Und sie planen bereits die 13. Auflage des Projektes, das vermutlich auch 2021 nicht wie gewohnt durchgeführt werden kann.

Verden – „Tanz macht Schule“, das gemeinschaftliche Projekt von Tintenklecks Verden und Tanzwerk Bremen, hat im vergangenen Jahr – wenn auch unfreiwillig – eine rasante Umstrukturierung erlebt. Weil es pandemiebedingt nicht in der bekannten Form stattfinden konnte, entwickelten die Akteure unter der Devise „Tanzen trotz(t) Corona“ neue, teils digitale Formen.

„Es musste schnell und vor allem noch viel kreativer gedacht und gehandelt werden, um das Tanzprojekt unter Corona-Bedingungen zu realisieren“, berichtet Margarete Meyer vom Tintenklecks. Die räumliche Distanz, die das Schulleben derzeit prägt, sei zu einem wichtigen Teil im Denken der beteiligten Choreografen, Lehrkräfte und Schüler geworden, sagt die Koordinatorin. Sie zieht nun ein überwiegend positives Fazit zur zwölften Auflage. Vieles sei neu und anders gewesen, aber dennoch gelungen.

Die Teilnahme unter Corona-Bedingungen sei zunächst nicht einfach gewesen, so Julia Brand, Lehrerin an der Oberschule Langwedel, bei der Nachbesprechung im Rahmen einer Video-Konferenz. Es sei aber schön zu erleben gewesen, wie ehrgeizig und engagiert die Schüler waren. „Ich bin stolz auf die Schüler, die nicht aufgeben wollten und in Pausen und freien Zeiten unermüdlich die Choreografien mithilfe von Videos lernten, sodass wir schließlich doch ein tolles Ergebnis schaffen konnten.“

Margarete Meyer erzählt, dass es kein gemeinsames Thema gegeben habe. „Die Schüler haben unterschiedliche Themen angepackt, ihre Eindrücke in Bewegungen übertragen und dabei je nach Alter auch noch gleichzeitig mit digitalen Medien experimentiert. Sie haben so ihre Emotionen thematisiert und in individuellen Beiträgen sichtbar gemacht.“

Grundschüler vom Lönsweg gingen in Kartons auf Fantasiereise und schafften so den nötigen Abstand. Oberschüler aus Langwedel drehten in Eigenregie ihr Tanzvideo in einer Unterführung.

Während die einen per Videoanleitung nach bekannten Songs eine Choreografie tanzten, hätten andere sich bei einer Fantasiereise ins All mit Kartons auf Abstand gehalten oder sich an Tischtänzen versucht.

Choreograf Markus Hoft berichtet von der begeistern Teilnahme der Likedeeler- Schüler. „Sie haben Tanzwünsche eingebracht und sogar von zu Hause aus per Zoom an den Trainingsstunden teilgenommen, nachdem die Gruppen geteilt werden mussten.“

Einig sind sich alle Beteiligten, dass es richtig war, Corona zu trotzen und an „Tanz macht Schule“ festzuhalten. Meyer: „Die Schüler hatten ohnehin noch mehr als sonst einen Raum für Kreativität nötig. Und genau diesen Raum hat ihnen das Projekt auch mit den digitalen Formaten geboten.“

Für die Kinder und Jugendlichen der sechs teilnehmenden Schulen seien die tänzerische Begegnung und Interaktion ein Erlebnis gewesen, selbst unter den Einschränkungen. Die im Projekt entstandenen Videos wurden durch die Choreografen oder in Eigenregie der Schüler aufgenommen, professionell aufbereitet und sind nun über die Facebook-Seite des Tintenklecks oder die Homepages der Schulen abrufbar.

Tanz trotz(t) Corona zeigt, dass man auch in Krisenzeiten gemeinsam etwas bewegen und sogar Neues realisieren kann.

Projektkoordinatorin Margarete Meyer

Nun schauen die Projektpartner von Tanzwerk und Tintenklecks auf das aktuelle Jahr. „Wir gehen davon aus, dass auch die 13. Runde noch nicht unter normalen Rahmenbedingungen stattfinden wird. Für die Gruppen soll aber auf jeden Fall etwas möglich sein. Aber wir müssen die Entwicklung natürlich erst einmal abwarten und immer wieder gemeinsam schauen, was jeweils möglich ist“, so Meyer. Und Rolf Hammes vom Tanzwerk meint: „Das Ergebnis könnte dann ein gemeinsamer Film inklusive Making offs sein, der – sofern es keine gemeinsame Präsentation in der Stadthalle geben kann – an verschieden Orten gezeigt wird.“

Schulen und Gruppen ab dem dritten Jahrgang aus Verden und Umgebung, die sich in diesem Jahr an „Tanz macht Schule“ beteiligen möchten, können bereits eine Interessensbekundung abgeben und diese formlos per E-Mail an Marg.Meyer@tintenklecks-verden.de schicken.  Von Christel Niemann

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