Jugendcamp der Landeskirche Hannover mit 2.000 Teilnehmern im Sachsenhain

Kunterbunt und glaubensstark

Eng verbunden ist die Hansestadt Bremen seit Jahrhunderten mit der Schifffahrt. In unserer Reihe „Bremen zur See“ berichten wir über das maritime Erbe der Hansestadt, über Schiffe, Werften und Reedereien von der Weser.

Verden-Dauelsen - Offen, bunt und glaubensstark präsentierte sich die Evangelische Jugend beim diesjährigen Landescamp im Jugendhof Sachsenhain. Rund 2.000 Jugendliche im Alter von 13 bis 26 Jahren trafen sich vom 3. bis 5. Juni in der großen Zeltstadt, um gemeinsam viele spannende Aktionen zu erleben, aber auch, um intensive Gespräche zu führen und gemeinsam zu beten.

„Die Mischung macht´s“, lautet das Motto in diesem Jahr. Es wurde bereits vor einem Jahr auf der Vollversammlung der Landesjugenkammer von den Jugendlichen ausgewählt. „Es waren Teilnehmer aus allen Kirchenkreisen dabei. Wir haben überlegt, wer wir sind, was wir wollen und was uns ausmacht. Die Antworten waren so vielfältig, dass daraus das Motto entstand“, erzählt Nadine Förster von der Landesjugendkammer. 

Der Nachwuchs aus den sechs Sprengeln der Landeskirche Hannover nahm am „Lajucamp“ teil. Daneben gab es 26 internationale Gäste aus neun Ländern.

Patricia Sekotlong (22) stammt aus Südafrika. Andrés Salgado aus Chile. Beide sind im Rahmen des Freiwilligendienstes nach Deutschland gekommen. Patricia spielt die Hauptrolle in dem Theaterstück „We are the free Generation!“ Das Stück haben Jugendliche aus aller Welt auf der internationalen Jugendwoche erarbeitet, es wurde im Camp aufgeführt.

„Freiheit ist sehr wichtig für uns alle und jeder ist für seine Freiheit verantwortlich. Gott hat uns die Freiheit gegeben. Wir dürfen sie nicht missbrauchen, sondern müssen verantwortlich mit ihr umgehen“, sagt die engagierte junge Frau.

Über 100 Einzelveranstaltungen wurden in den Sprengelzelten angeboten. Ein gutes Jahr Vorbereitungszeit sei erforderlich, so Bernd Rossi, Landesgeschäftsführer des Landesjugendpfarramtes. Circa 300 Personen seien bei der Vorbereitung und beim Aufbau des Camps aktiv. Rossi verwies auf das gut ausgearbeitete Sicherheitskonzept, das gemeinsam mit dem Landkreis der Polizei und den Johannitern erarbeitet wurde. Haupt- und Ehrenamtliche hatten zudem einen Camp-Nachtdienst organisiert.

Im Außenbereich gab es die unterschiedlichsten Freizeitangebote.

Landesjugendpastorin Cornelia Dassler betonte, dass der Betreuungsschlüssel mit 5:1 sehr gut ist. „Das halten wir für pädagogisch sinnvoll,“ Trotz der vielen Freizeitangebote käme die Kirche auf keinen Fall zu kurz. „Wir haben viele Termine zu unterschiedlichen Glaubensformaten. Man kann auch beim Tanzen beten.“ Groß war die Menschenmenge, dennoch sollte sparsam gewirtschaftet werden. CO²-Ausstoß und Nachhaltigkeit waren die zentralen Themen. „Wir sammeln eine Klimakollekte, um den Verbrauch im Camp zu kompensieren“, berichtete Jan Hendrik „Willi“ Saxe, Student der Volkswirtschaft und Nachhaltigkeitswissenschaft aus Lüneburg und Vorsitzender der Landesjugendkammer. Das Landesjugendcamp produziert circa 35 Tonnen CO². Um diese Umweltbelastung zu kompensieren, müsste jeder 50 Cent spenden. Von diesem Geld werden Projekte in allen Ländern der Welt finanziert, um den Ausstoß zu senken.

Zur Nachhaltigkeitsstrategie des Camps gehörte ferner die perfekte Mülltrennung. Statt der obligatorischen blauen Dixiklos gab es außerdem zum ersten Mal grüne Eco-Klos. „Das Besondere ist, dass alle Abfälle kompostiert werden“, betonte Sven Heindorf vom Gas-Wasser-Service. 

ahk

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